Folge 37 - Kinderschmertherapie, Die Eigene Lösungen FINden und palliative Begleitung
Shownotes
Jedes 5. Kind leidet unter chronischen Schmerzen – oft unsichtbar, aber tiefgreifend.
Was macht man, wenn das Kind Schmerzen hat, der Arzt aber keine organische Ursache findet? Wie erklärt man Familien das Unerklärliche und findet gemeinsam einen Weg aus der Schmerzspirale?
In der neuen Folge von Hauptsache Gesund habe ich mit Maite einen wirklich eindrucksvollen und berührenden Dialog geführt. Mein Gast: Dr. med. Maite Hartwig, die mit ihrem Team die Praxis defin Kids - Kinderschmerztherapie in Hamburg leitet. Weitere Informationen: https://delfin-kids.de/
Wir sprechen über ein Thema, das viel zu oft im Verborgenen bleibt:
Die Realität: Ca. jedes 5. Kind kennt chronische Schmerzen. Nicht jedem sieht man es an, doch die Alltagseinschränkungen sind massiv – vom Rückzug aus dem Freundeskreis über Schulprobleme bis zum Aufgeben geliebter Hobbys.
Die Lösung: Wie finden wir individuelle Wege, wenn die "klassische" Medizin an ihre Grenzen stößt?
Das Begreifbare: Wie können Kinder und Familien lernen, mit dem Unsichtbaren umzugehen?
Der Trost: Ein wichtiger Blick auf die palliative Begleitung.
Diese Folge ist für alle Eltern, Angehörige und Fachleute absolut zu empfehlen. Was sagst Du?
Hör rein in die Folge 37 und lass einen Kommentar da.
Oder komm mit Maite und mir persönlich in den Austausch.
Die Kontaktdaten von Frau Dr. Hartwig finden sich auf der Homepage: https://delfin-kids.de/
Wenn Du mit mir über die einzelnen Folgen und Beratung, Coaching und Prävention sprechen möchtest, folge mir auf Instagram: https://www.instagram.com/coachkramp/
Transkript anzeigen
00:00:19: Digitale Gesundheitsgespräche.
00:00:23: Reingehört Coach K, spricht mit der dem und dir im Podcast.
00:00:30: Hauptsache Gesund!
00:00:32: Drehe auf den Digitalfonds.
00:00:34: Als Coach, Sportwissenschaftler und systemischer Berater spreche ich mit Menschen aus der Gesundheitsbranche, aus dem Sport und der Medizin und mit Menschen die etwas zu erzählen haben.
00:00:48: Hauptsuche gesund.
00:00:53: Heute geht es um Kinderschmerztherapie, die eigene Lösung finden palliative Begleitung.
00:01:13: Ja hallo!
00:01:13: Ich bin der Sebastian Sebastian Kramm ab dem eigenen Podcast und heute darf ich hier in Hamburg sitzen bei der Meite.
00:01:22: Du bist sogar Frau Doktor?
00:01:24: Meinte vielleicht zu Beginn, auch für die Hörer.
00:01:25: sagt doch einmal wer bist du eigentlich und was machst Du genau?
00:01:29: Ja ich bin Meiter Hartwig.
00:01:30: Richtig!
00:01:30: Ich bin Doktor, ich bin promoviert.
00:01:32: Ich bin Kinderärztin und spezialisiert auf dem Gebiet Kinderschmerztherapie- und Palliativmedizin.
00:01:40: Bin hier in Hamburg niedergelassen und habe eine eigene Praxis.
00:01:45: Die Praxis nennt sich die Dayfiend Kids.
00:01:48: Jetzt kann man ja sagen, naja, Delfin.
00:01:51: Was soll das denn?
00:01:52: Wieso heißen die dann so?
00:01:54: Ich habe die Praxis übernommen von einem ärztlichen Kollegen der in Rente gegangen ist und diese kreative Idee zu dem Namen hatte tatsächlich eher.
00:02:04: Und Delfine steht für die eigene Lösung finden.
00:02:08: Die eigene Lösung findet... Ach okay, Deltin im Sinne von Delfindern!
00:02:12: Okay, Aria ist eine Abkürzung und gleichzeitig beschreibt aber auch das Tier.
00:02:17: Ja, genau.
00:02:19: Das Tier ist sozusagen unser Maskottchen und unser Logo.
00:02:22: aber es hat eben auch diesen Hintergrund dass jeder Buchstabe für etwas steht und Kinderschmerztherapie sehr vielfältig ist sehr individuell auch ist trotzdem wir natürlich in der Medizin ja viel mit Standards und Leitlinien arbeiten.
00:02:38: es ist trotzdem versuchen wir sehr individualisiert zu arbeiten und da das Thema an sich sehr komplex ist, sind auch die Lösungen für die einzelnen Patienten beziehungsweise Familienkomplex und jeder muss halt seine Lösung finden für sein Thema.
00:02:57: Und deswegen heißt es so.
00:02:59: Und er ist dann auch individualisiert?
00:03:01: Genau!
00:03:03: Wenn du jetzt zu Beginn sagst Schmerztherapie- und Palliativmedizin wir sind jetzt im Podcast hauptsache gesund Die Kinder, die du jetzt betreust, die Du behandelst, die sind krank oder
00:03:15: Ja, die sind krank.
00:03:17: Wobei Krankheit ja... Das ist ja eine sehr komplexe Definition.
00:03:21: Krankheit bezieht sich nicht nur auf den körperlichen Aspekt, sondern eben auch auf dem psychischen und dem sozialen.
00:03:28: tatsächlich Wir arbeiten unter diesem Leitgedanke des biopsychosozialen Modells wo wir sagen dass das alles zusammen gehört.
00:03:40: Es gibt natürlich Schmerz der es begründet weil ich mir ein Bein breche oder eine Blinter im Entzündung habe gibt eben auch viel Schmerz und das ist mehr der Schmerzen, mit dem wir uns beschäftigen.
00:03:52: Der chronisch ist,
00:03:53: der
00:03:54: lange geht, der über Monate manchmal über Jahre geht wo Kinder – und es gibt natürlich das auch bei den Erwachsenen – viele, viele diagnostische Maßnahmen schon hinter sich gebracht haben und eigentlich keine organischen, den schmerzarklärende Ursache gefunden
00:04:11: werden konnte.
00:04:13: aber die haben ja trotzdem Schmerze.
00:04:17: Bei manchen gibt es eine organische Ursache, aber dann ist immer die Frage inwieweit steht die mit dem Schmerz überhaupt in Verbindung?
00:04:23: Und gerade beim chronischen Schmerzen gibt's da keine Proportionalität zwischen Grunderkrankung und Schmerze.
00:04:29: Das heißt
00:04:30: auch wenn ich ein Rheuma zum Beispiel habe, ist nicht so dass die Menschen, die schlimme Rheume haben, die schwimmen Schmerzenschmerzen haben und die wenig Rheumer haben die wenigen Schmercen.
00:04:38: also das ist nicht zwingend miteinander verbunden und wir kümmern uns eben um das Symptomschmerz Nicht so sehr um die Grunddiagnose.
00:04:49: räume, das macht der Romatologe.
00:04:50: Aber wenn jemand viel Schmerzen hat, sei es ohne organische Grunderkrankung, dann gucken wir eben was können
00:04:59: wir da tun?
00:05:01: Und Schmerz ist für mich jetzt... Ich habe jetzt in einer Küche mit Tomate geschnitten und schneide mir den Finger.
00:05:07: Das tut weh kurzfristig!
00:05:08: Ich hab eine Wunde, die wird behandelt mit dem Pflaster.
00:05:11: Du beschreibst ja gerade auch bei Kindern, dass sie sehr durch Fuß ist weil ich den Schmerze gar nicht Beschreiben?
00:05:18: Also beschreiben kann ich Ihnen schon.
00:05:19: Aber ich kann ihm gar keinen organischen Schaden beispielsweise zuordnen.
00:05:23: Genau, wir unterscheiden ja so ein bisschen Akutschmerz und chronischer Schmerz.
00:05:26: Akutsschmerz wäre eben genau das was du jetzt beschrieben hast.
00:05:29: Das heißt die schneidet mir in den Finger, da ist eine Wunde... ...das tut weh!
00:05:32: Und in dem Moment wo es wieder zugewachsen ist, tut es eben nicht mehr weh.
00:05:36: Das kennt jeder, damit kann auch jeder umgehen weil's irgendwie klar ist.
00:05:40: Woher kommt das?
00:05:41: Oder ich breche mir einen Arm, jeder sieht oh ja, dem tut der Arm weh,... ...weil der Arm gebrochen ist wenn der Arm wieder zusammen gewachsen ist.
00:05:47: Ist es wieder
00:05:47: gut?!
00:05:48: Ein chronischen Schmerz ist das eben genau, dass nicht so.
00:05:51: Das kann sein, dass zum Beispiel mein Arm gebrochen war und dann sagt der Radiologe und der Autopäde super alles wieder zusammengewachsen aber der Arm tut mir immer noch weh.
00:05:59: Warum ist es so?
00:06:00: Wie kann das sein?
00:06:01: Und das ist für viele auch schwer zu verstehen wieso denn Akutschmerz
00:06:07: auf... Ja, Malte du hast gerade nochmal von dem Thema Schmerzt gesprochen.
00:06:13: Den Schmerzen, ich kenne den Schmerze keine... Ursacht zuweisen, so habe ich es verstanden.
00:06:19: Also nicht unbedingt ein organisch Schaden bestimmen und trotzdem ist er da.
00:06:24: Wir betäteln das als funktionellen Schmerz.
00:06:27: also ich kann ja auch Rückenschmerzen haben und der Orthopäte sagt alles ist in Ordnung oder ich hab Bauchschmerzen aber Fructose oder Laktose in Toleranz, ja.
00:06:36: Und dann wird es halt oft schwierig, wie betitelt man das?
00:06:40: Das würde man als funktionellen Schmerz betiteln.
00:06:44: D.h.,
00:06:45: die Funktion ist irgendwie nicht so ganz in Ordnung.
00:06:48: Es macht mir Beschwerden aber eigentlich von den Werten, die ich bestimmen kann alles okay.
00:06:56: Ist
00:06:56: das nicht gerade für Kinder total schwierig?
00:07:00: Ich stelle mir das jetzt so vor... In meinem Umfeld auch Familie, also es ist ja auch belastend für das Familiensystem.
00:07:07: Du sprachst ja davon uns auch ganzheitlich zu sehen, dass ein Kind eben sich mitteilen möchte wahrscheinlich den Schmerz beschreiben oder zumindest mal sagen möchte was ist denn jetzt los fühlt sich vielleicht nicht richtig.
00:07:21: Ist ja ganz schlimm und die Familie muss dann auch lernen damit umzugeben.
00:07:25: Wie kann ich mir deine tägliche Arbeit vorstellen?
00:07:28: Also tatsächlich erst mal
00:07:30: machen
00:07:30: wir sehr viel Schmerz-Education.
00:07:32: Es ist eben genau die Situation, vielleicht gibt es einen sieben Jahre alten Jungen der sagt jetzt seit einem Jahr immer wieder ich hab Kopfschmerzen da geht man natürlich erstmal zum Kinderarzt und der untersucht sagt alles in Ordnung dann geht man wieder nach Hause Dann geht man da wieder hin, dann sagt man na gut Wir machen mal Blutabnahme und Augenarzt Und vielleicht auch mal MRT und das ist alles in ordnung.
00:07:53: und er sagt ja aber jetzt habe ich immer noch Schmerzen was mache ich denn jetzt?
00:07:56: Und dann zucken natürlich auch viele andere Ärzte die Schultern und sagen, naja aber ist ja organisch alles in Ordnung.
00:08:02: Das sind dann eben die Familien, die zu uns geschickt werden weil im Rahmen von so einer chronischen Schmerzsymptomatik bei Kindern das ganze Familiensystem betroffen ist.
00:08:14: Die Eltern machen sich Sorgen wird was übersähen Ist mein Kind schwer krank und alle Ärzten sind blöd und haben es nicht gefunden Dann kommt's ja dazu.
00:08:22: wenn ein Kind immer Schmerzen hat oder häufig schmerzen, fehlt es in der Schule vielleicht.
00:08:28: Es gibt Druck von der Seite oder fliegt aus dem Fußballverein weil's immer wieder das Training verpasst.
00:08:33: Also das macht ja richtig Stress also in ganz vielen Bereichen und das heißt die Familien kommen oft sehr verzweifelt zu uns und berichten eben überall das.
00:08:44: Dann ist unsere erste Aufgabe erstmal so ein bisschen, tatsächlich dem einen Namen zu geben.
00:08:50: Also zu sagen ja es gibt zum Beispiel diesen funktionellen Bauchschmerz oder es gibt einen Spannungskopf-Schmerz und erst mal zu erklären dass es das überhaupt gibt Und wie das so zusammenhängt.
00:09:04: Also was Schmerz überhaupt ist, dass es eine Wahrnehmung ist die im Gehirn stattfindet, der sich auch verselbstständigen kann gerade im Anschluss an ein akut Ereignis.
00:09:15: Das ist sowas wie ein Schmerzzedächtnis und wieder mit umzugehen ist also ganz vieles.
00:09:21: Also erstmal die ganzen Dinge sichten... mit der ganz lange Anamnese besprechen, dann im Schmerz-Educationen den darüber akkli erzählen und dann gucken okay was könnte jetzt hier hilfreich sein eben basierend auf dem biopsychosozialem Modell.
00:09:39: Beispiel Kopfschmerzen gibt es zum Beispiel Verspannungen, gibt es Blockaden hilft eine Krankengymnastik oder eine Osteopathie.
00:09:46: Gibt es vielleicht aber auch soziale Stressfaktoren?
00:09:50: Also ist vielleicht ja auch irgendwie schulisch was, was nicht gut läuft.
00:09:57: und da gibt's familiäre Belastungen.
00:09:58: Das kennen wir Erwachsenen ja auch.
00:10:00: wenn wir ganz viel Stress bei der Arbeit haben, da viel los ist oder wir haben Zoff mit Kollegen dann ist das natürlich auch was, was unsere Gesundheit beeinflusst.
00:10:11: und wo wir ja auch mal sagen, wir haben Kopfschmerzen oder so.
00:10:15: Das spielt da alles mit rein?
00:10:17: Ja, die mehr du darüber sprichst umso klarer wird es jetzt für mich.
00:10:21: Also erst einmal Stress ist ja nicht per se immer negativ.
00:10:25: Genau!
00:10:25: Richtig!
00:10:26: Es gibt ja auch positiven Streitersetz in den Hundert Meter dort... Das sind Europameisterschaften in der Leichtathletik, also wenn ich jetzt keinen Stress habe, komme ich ja gar nicht aus dem Staat raus.
00:10:35: Richtig!
00:10:36: Also das war auch was ganz Gutes?
00:10:38: Ja genau.
00:10:39: Jetzt beschreibst du es ja, dass da etwas auf mich einpasselt.
00:10:44: zu viele belastende Situationen die dann vielleicht sogar dafür sorgen, dass ich ja auch mich in einer stressigen Situation befinde und das dann erklären muss.
00:10:55: Und jetzt vielleicht noch mal die Frage weil Du sagst ja Schmerztherapie Und auch palliativ.
00:11:01: Also dann auch Kinder, die verstärben?
00:11:04: Ja, genau.
00:11:04: Gleitet es dann Kinder oder...?
00:11:08: Also tatsächlich gibt es einen Überschneidungspunkt zwischen Schmerztherapie und Palliativmedizin.
00:11:12: Wir haben jetzt natürlich irgendwie viel von diesen funktionellen, nicht unbedingt vielleicht organisch bezogenen Schmerzen gesprochen.
00:11:18: aber natürlich gibt es auch Kinder die einen chronischen Schmerze haben weil sie eine schwere Entwicklungsstörung haben ja Sauerstoffmangel untergebohrt Hörentschädigung Spastik im Rollstuhl sitzen sich verbal nicht mitteilen können der ganzen muskulären oder musculoskeletalen Veränderungen da große Beschwerden haben.
00:11:43: Die haben natürlich auch chronische Schmerzen, aber da gibt es natürlich auch eine klare somatische Zuordnung und... die betreuen wir natürlich auch.
00:11:52: und deswegen ist es auch so gut, dass ich eben auch im Hospizier tätig bin gemeinsam mit anderen Kollegen.
00:12:00: Dass wir da enge Vernetzungswege haben.
00:12:03: Es gibt hier in Hamburg auch das Kinderpariativ-Team.
00:12:08: schwer lebenslimitiert erkrankte Kinder in Krisensituationen oder eben im weit fortgeschrittener Erkrankung zu Hause aufsuchen und diese unterschiedlichen Institutionen oder Einrichtungen, die machen es natürlich möglich.
00:12:25: Diese Kinder sehr gut immer angepasst an ihr Krankheitsstadion zu betreuen.
00:12:31: also entweder reichten ambulante Schmerztherapie braucht eben eine ambulante Palliativversorgung oder es braucht auch mal ein Hospiz.
00:12:41: Und das ist auch die Vernetzung ganz wichtig und
00:12:43: gut.
00:12:44: Das kann ich mir vorstellen, da wegen viele Kräfte und verschiedenen Menschen dann unter Fakultäten drauf einen Palliativ übersetzt bedeutet nochmal?
00:12:54: Lebens limitiert
00:12:55: erkrankt.
00:12:56: Lebens limitierter krank, weil Kinder grundsätzlich ja gesund und munter zur Welt kommen
00:13:01: sollten.
00:13:01: Ja, sollten aber es ist halt nicht immer so.
00:13:04: Wie viele Kinder kommen denn unter der Geburt?
00:13:06: Ich
00:13:08: weiß nicht.
00:13:10: Es gibt ja sehr unterschiedliche Erkrankungen in diesem Bereich, es gibt sozusagen die ganzen genetischen Defekte.
00:13:18: Da kommt uns natürlich erst mal vielleicht so Trisomie einundzwanzig als Down-Syndrom.
00:13:22: Die kinden nach mir eine sehr gute Lebenserwartung aber da gibt das auch ganz andere wie den Trisomy dreizehnachzehn, die sehr viel mehr... Schwierigkeiten haben und dann oft zeitnah verstärben.
00:13:36: Aber wir wissen es auch oft nicht, also es gibt immer wieder die Situation... dass der Prinataldiagnostiker sagt, so schwer wie ein Erkrankung Kind wird nicht lebensfähig sein.
00:13:46: Dann kommt das Kind zur Welt und ist doch erst mal lebensfähig.
00:13:50: Und braucht ja dann auch eine Betreuung.
00:13:52: Auch die Eltern brauchen ja eine Betreuerung.
00:13:55: Das muss ja auch sichergestellt werden.
00:13:57: Das wird es über diese Institutionen und diese Teams.
00:14:03: Dafür gibt's ja nicht nur die Teams sondern auch Dichter?
00:14:06: Dafür gibts auch mich genau... und die Zusammenarbeit
00:14:10: eben.
00:14:10: Ja natürlich, es ist ja auch eine belastende Situation mit Kindern zu arbeiten.
00:14:16: Ja, also man arbeitet ja auch immer mit den ganzen Familien.
00:14:20: Weil zu den Kindern gehören ja Eltern und gerade bei den Kindern die eben sehr schwer erkrankt sind, lebenslimitiert erkrankte sind, da stellen sich dann auch so Fragen nach Therapieziel.
00:14:32: Was ist unser Ziel?
00:14:33: Wenn Heilung nicht mehr das Ziel ist, dann ist ja meistens Lebensqualitätsverbesserungen, Symptomkontrolle... Da kommen wir wieder zum Schmerz.
00:14:43: Schmerzen ist ein Symptome Neben natürlich vielen anderen wie Unruhe, Übelkeit.
00:14:51: Ja also Schlaflosigkeit.
00:14:54: Also da gibt es viele Symptome und dann ist das Ziel eher die Symptomkontrolle und Linderung bei eben nicht mehr die Heilung weil das ja auch gar nicht geht entweder bei einem genetischen Defekt vorliegt oder aber, weil es eben schwere Stoffwechselerkrankungen sind.
00:15:14: Also Stoffhexlerkrankungen.
00:15:15: dann denken wir vielleicht erst mal an Diabetes.
00:15:18: das ist ja aber sehr gut therapierbar nicht halber, aber sehr good therapierba.
00:15:22: Aber es gibt ja viele andere Stoffwechselerkrankung die tatsächlich auch nicht heilbar sind und progredient, also zunehmend verschlechternd verlaufen.
00:15:35: Es gibt zum Beispiel auch die Kinder-Demenz ist auch etwas sehr seltenes gibt es aber dass eben Kinder auch so eine Art demenzartige
00:15:45: Erkrankung
00:15:45: entwickeln und dann mal laufen konnten oder nicht mehr laufen können und nicht mehr sprechen können und im Bett liegen und vielleicht
00:15:54: nicht mehr schlucken können sich nicht mehr verbal äußern können und sowas.
00:15:59: chronisch ist, also es ist ja nicht was Akutes und der Schmerz jetzt das Schmerzen finden ist schon längerfristig.
00:16:06: Da bereitet eine auch keiner darauf vor.
00:16:09: Könnt ihr auch durch einen Unfall passieren?
00:16:10: Genau.
00:16:11: Das heißt von einem Armbruch und danach ist es zwar geheilt aber ich habe trotzdem weiterhin diese Schmerze empfangen.
00:16:17: Wie findet man dich denn?
00:16:19: Oder wie bin ich denn jetzt bei meinem Vater mit einer Tochter und stellt dann jemanden die Fuß fest, da ist irgendwas.
00:16:26: Ich weiß aber gar nicht was.
00:16:27: Geh ich erst zum Hausarzt oder...
00:16:29: Der erste Weg ist tatsächlich für Kinderjahr der Kinderarzt.
00:16:34: Da sollte man sich zuerst vorstellen und mit ihm sprechen, dann braucht es ja meistens wirklich noch Diagnostik um wirklich auszuschließen dass jetzt da nicht doch ein anderer Bruch ist, der übersehen wurde oder eine Infektion ist die man behandeln kann.
00:16:49: Und wenn aber dann die ärztlichen Kollegen sagen nie hier kommen wir nicht weiter Wir haben nichts was wir reparieren wieder heimmachen können ist eben auch die Schmerztherapie ein Thema.
00:17:02: Es ist tatsächlich so, dass es sehr wenig Kinderärzte bisher gibt oder die in diesem Bereich spezielle Schmerztherapie weitergebildet sind und arbeiten.
00:17:14: gerade niedergelassene Praxen gibt's eigentlich kaum.
00:17:16: Es gibt ein paar große Zentren, die stationär arbeiten zum Beispiel die Kinderklinik in Datteln oder das Kinderschmerzzentrum in Garmisch-Partenkirchen, die im Stationäre Therapieprogramme über drei bis fünf Wochen meistens für diese Kinder anbieten, aber damit ist ja natürlich auch nicht alles getan.
00:17:34: Deswegen braucht es eigentlich die ambulante Versorgung dann und da sollte einem einen Kinderarzt oder ein Hausarzt darauf aufmerksam machen.
00:17:43: Erwachsene Mediziner sind ein bisschen Firma, weil das in dem Bereich mehr ein Thema ist und es auch mehr Schmerztherapie im Bereich der Erwachsenenmedizin gibt.
00:17:53: Aber ich finde, es ist schon auch ein bisschen vorangegangen wenn auch langsam in den letzten Jahren und so dass schon die meisten Kinderärzte auch davon gehört haben.
00:18:04: aber es gibt eben sehr weniges.
00:18:05: wir sind die einzige Praxis hier in Norddeutschland.
00:18:08: tatsächlich Es gibt ein paar sozusagen unter Spezialisten, also zum Beispiel in der spezielle Kopfschmerzambulanz am Krankenhaus oder eine spezielle Bauchschmerzzambulance.
00:18:21: Aber die sind dann eben organisch spezifisch sortiert aber so als klassisch im speziellen Schmerztherapie hintergelassen zu uns.
00:18:31: Die gibt es jetzt von dir, Delfin?
00:18:33: Ja
00:18:34: genau.
00:18:34: Nennt sich ja.
00:18:35: deine Praxis ist jetzt hier in Hamburg und in Norddeutschland.
00:18:39: Einzig sagst du, die ganzheitlich so arbeitet.
00:18:45: Ganzheitlich bedeutet ja beschreibst du nicht nur die Anamese also den Verlauf bisher zu erfragen und Diagnostik zu betreiben sondern die Kinder dann auch... Und sie vor allen Dingen auch die Familien dann zu begleiten.
00:18:56: Genau, die Familien zu begleiten erstmal irgendwie klar die Lage zu sortieren eben dann auch eine Diagnose zu stellen, die vielleicht auch heißt chronische Schmerzstörung Und dann eben zu gucken, was kann ich jetzt medikamentös nicht medikamenteus tun für den Schmerz der vielleicht gerade heute viel schlechter ist oder für den schmerz, der einfach jeden tag kommt und da zu gucken.
00:19:26: Da ist es schon auch individuell das Konzept mit jeder Familie zu stricken weil natürlich nicht one fits all und da genauer hinzugucken.
00:19:40: Und das meiste ist wirklich eben auch nicht medikamentös, also viele Leute kommen ja und denken jetzt kriege ich eine Tablette wie bei einer Angina?
00:19:49: Schreibt die mir ein Rezept und dann sagt sie nimm das mal zehn Tage Ja und dann ist es wieder gut.
00:19:53: und so ist es nicht.
00:19:56: Das kann ich mir vorstellen.
00:19:57: vor allem weil wir in Deutschland grundsätzlich so eine Art Reparaturmedizin haben habe ich in dem Podcast schon häufiger diesen Bericht angeprägt wo ich ja wirklich zum Arzt hingehe Ibuprofen zum Beispiel, dann ist alles wieder in Ordnung.
00:20:09: Das ist ja genau eben nicht in der Falle sondern es vielleicht eine kurze Bekämpfung eines Symptoms und dann ist es trotzdem wieder da.
00:20:17: also der Ursache auf den Grund zu gehen macht er dann Sinn?
00:20:20: wobei bei dem Thema Schmerztherapie wenn du sagst da gibt's ja keine definierte Ursache.
00:20:27: Es sind Verknüpfungen oder
00:20:30: Verkettung
00:20:30: von Umständen muss man ja mit den Menschen dann auch sprechen, so kann ich mir jetzt deine Arbeit dann auch vorstellen.
00:20:36: Genau es ist ganz viel miteinander reden und eben auch von diesen Gedanken die man vielleicht erstmal hat ja da nehme ich eben zwei Wochen jetzt mal gegen meinen Kopfschmerz Ibuprofen jeden Tag und dann wird das schon gelöst sein davon eben wegzukommen und zu sagen nie!
00:20:52: So funktioniert es hier nicht und von dieser Idee müssen wir uns verabschieden um eine Lösung finden zu können.
00:21:00: Das finde ich interessant.
00:21:01: Einmal noch mal die Frage, du hast Medizin studiert?
00:21:04: Ja.
00:21:04: Klassisch!
00:21:06: Was hat dich denn überhaupt dazu bewogen zu sagen ja ich möchte Schmerztherapeutin werden?
00:21:11: Es gibt Dinge im Leben die passieren obwohl man andere Pläne macht.
00:21:16: das ist so was Klassisches was passiert.
00:21:18: Ich bin nicht aus dem Medizinströmung gegangen und hab gesagt, ich möchte jetzt Kinderschmerztherapie machen.
00:21:24: Da wusste ich auch noch gar nicht, dass es das überhaupt gibt.
00:21:26: Ich habe erst mal gesagt ... Ich möchte richtig Universitätsmedizin machen High-End und hab über viele Jahre Kinderonkologie gemacht.
00:21:35: Ach!
00:21:35: Und hab hier auch am UKE, also am Universitäksklinikum Hamburg-Eppendorf viele Jahre verbracht auf der Kinderankologie und bin dann über die Kinderankologie zu Palliativmedizin gekommen, weil ich so das Gefühl hatte wir werden dort... da sind damals diesen Kindern da nicht gut gerecht geworden mit den familiären Situationen.
00:21:59: Den Belastungen, die so eine Diagnose hergibt und ich habe hier mit einigen Kollegen zusammen eben dieses Kindepalliatif-Team aufgebaut vor.
00:22:08: Ja, ich glaube es sind fast fünfzehn Jahre her.
00:22:12: Und bin dann ins Hospiz und bin sozusagen ein bisschen auch raus aus der Klinik und hab mir mehr das ambulante Setting angeguckt.
00:22:19: Hab dann dort meinen Kollegen Herrn Dr.
00:22:21: Brotmann kennengelernt, der diese Praxis zu der Zeit schon hatte und aufgebaut hat.
00:22:26: So sind wir ins Gespräch gekommen.
00:22:27: so bin ich dann an die Schmerztherapie gekommen und bin ja da so reingerutscht habe mir das dann mehr angeschaut.
00:22:37: Ja, gerade wenn du sagst es gibt's ja gar nicht so flächendeckend.
00:22:40: Das ist eine junge Disziplin, wenn man das so sagen darf.
00:22:44: Disziplinen im Raum des Gesundheitswesens und dann hast du ja Pionier auf dem Feld?
00:22:49: Ja, genau!
00:22:51: Und auch die Periativversorgung war damals... Man vergisst das vor fünfzehn Jahren im pidiatrischen Bereich also im Kinderbereich noch gar nicht flächindeckend ausgebaut.
00:23:01: Anja in der Fall, aber damals hatten wir wieder genug Hospizee noch genug Kinder-Pariativteams.
00:23:06: Also wir saßen und haben was aufgebaut von null wo es kaum Vorgaben zugab, wo jedes Bundesland andere Vorgabe hat, wo ein komplett neues System hier aufbauen mussten.
00:23:21: Das war schon eine Challenge das war ein Hobby!
00:23:23: Ja glaube ich dass gibt dabei an ja auch Sinn Der dahinter steckt, also muss ein hoher Kölk ist dann sein an der Stelle.
00:23:32: Wenn du mit ihnen arbeitest... Aus der Onkoologie kommt.
00:23:36: Der Onkologe beschäftigt sich noch mal mit Krebserkrankungen.
00:23:41: Genau ich habe auf der Kinderkrebsstation gearbeitet zehn Jahre lang fast.
00:23:46: Da gibt es ja auch aktuelle Diskussionen was eigentlich wenn ich mal Krebs hatte und ich bin jetzt nicht verstorben sondern ich hab das den Krebs besiegt sagt man immer so leicht hindern Grundsätzlich austherapiert und wieder gesund.
00:24:01: Da geht es ja auch in die Diskussion mittlerweile, dass man sagt okay wie so eine zweite Chance.
00:24:05: das dann zum Beispiel fällt mir dann schwer, Versicherung zu kaufen, was ich mal Krebs gehabt habe.
00:24:12: Ich bin sofort abgestempelt.
00:24:14: Und da sind wir ganz eng bei dem Thema belastet ein doch.
00:24:17: Das macht doch etwas mit einem wenn ich jetzt nicht begleitet werde.
00:24:22: Setzt mich unter Stress oder... Vorher Herausforderungen, die ich auch selber gar nicht merke.
00:24:27: Dass ich die bewältigen kann.
00:24:29: Du sagst allerdings dass du ja nicht alleine bist in deiner Praxis oder?
00:24:33: Sondern du arbeitest mit Menschen zusammen sehr eng?
00:24:36: Genau also ich mache die aktuell mit einer Kollegin zusammen, die tatsächlich im Kinderpariativ-Team arbeitet.
00:24:44: Wir teilen uns die Arbeit, dann sind wir wie gesagt auch mit dem Palliativteam und dem Hospiz vernetzt.
00:24:50: So das ist natürlich alles einzelne Einrichtungen.
00:24:52: aber man kennt sich eben und ich kenne auch hier die Kinderkliniken und die niedergelassenen Kinderärzte in Hamburg gut und sie kennen mich und das macht es uns hier natürlich einfacher als zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern, wo eine ganz andere arztdichte Logistik und sowas alles vorherrscht.
00:25:14: Also ich würde sagen dass die Kinder hier in Hamburg schon ganz gut versorgt sind oder Ansprechpartner haben aber das ist ja nicht überall
00:25:22: so.
00:25:23: Ja Meckpommen flächenbundesland
00:25:24: eben als von zwei oder eins kurz sechs Millionen
00:25:27: Menschen.
00:25:27: Da geht es gar nicht.
00:25:29: Da ist das wirklich schwierig.
00:25:32: Wir haben ja tatsächlich auch Patienten aus anderen Bundesländern, aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen auch.
00:25:38: Aus Mecklenburg-Vorpommern auch manchmal von weiter her die über das Internet, über Recherche oder Bekannte oder wie immer uns finden und dann kommen und wir versuchen natürlich... auch
00:25:49: die
00:25:50: vernünftig zu versorgen.
00:25:51: Aber natürlich kann so jemand nicht alle vier Wochen oder alle sechs Wochen vorbeikommen, das heißt wir haben natürlich auch Videosprechstunden und sowas alles etabliert.
00:25:59: mittlerweile.
00:26:00: aber es ist natürlich auch nicht dasselbe, das funktioniert dann für manche Fragestellungen für andere wieder nicht, denn muss man versuchen für diese Familiennetzwerk heimatnah aufzubauen.
00:26:11: Das ist natürlich eine wahnsinnig komplexe Versorgung und auch sehr zeitaufwendige Versorgungen.
00:26:19: Und da gibt es ja natürlich aber auch Grenzen des Gesundheitssystems, weil wir haben natürlich auch Wartelisten.
00:26:29: Es können nicht alle, wenn ich heute anrufe, kann ich nicht morgen Termin haben... Mal auch von der Vergütung her ist ja auch schwierig, weil ganz vieles wird hier gar nicht vergüttet.
00:26:38: Was wir tun und was aber unbedingt zwingend notwendig ist wenn ich solche Familien betreue.
00:26:42: Das ist immer ein bisschen Drahtseinakt.
00:26:45: Also heißt es auch da finanziell gesehen stößt die gesetzliche Krankheit an ihre Grenzen?
00:26:50: Ja!
00:26:50: Und dass man drüber hat finanzielle
00:26:51: Grenzen.
00:26:52: Wir machen das schon alles, aber ich mache halt auch viele meiner Freizeit dann.
00:26:56: was mir eben nicht, wenn ich einen Kollegen anrufe oder das sind Sachen die auch nicht unbedingt vergütet werden.
00:27:02: Man braucht schon Idealismus.
00:27:03: also für so eine Arbeit braucht man Idealismus.
00:27:07: den habe ich denke und deswegen funktioniert es auch.
00:27:10: aber es ist kein nine to five Job dass es nicht wo ich immer sagen kann jetzt schließe ich die Praxis aber um fünf Uhr ab sondern ich muss ja auch ein bisschen Idealismus haben, dass ich das machen kann und mich das auch satisfied.
00:27:29: Weil es immer gut auskommt!
00:27:31: Und wenn ich eine Familie begleitet habe ... Wir haben jetzt alles verstanden.
00:27:36: Das heißt nicht unbedingt der Schmerz ist weg.
00:27:38: Das ist auch nicht mein ... Das sage ich auch immer... Das Therapieziel ist nicht zwingend Schmerzzfreiheit.
00:27:44: Okay genau, da ist noch mal wichtig zu wissen.
00:27:45: also es geht nicht um die ... Jetzt Heilung, wie im klassischen Sinne Wunde und nach drei Körpeln in der Narbe.
00:27:51: Genau.
00:27:52: Darum geht
00:27:52: es nicht.
00:27:53: Ansonsten eine Lebenslimitierende.
00:27:58: Also bei einer lebenslimitierten Erkrankung eben klar die Symptomkontrolle oder beim chronischen Schmerz, wo ja häufig ... andere Sachen noch mit eine Rolle spielen.
00:28:07: Auch ein Verständnis für mein Thema, also dass ich eben sage ja Ich habe jetzt eine Migräne Die kann niemand mir wegmachen Das wird auch manchmal heute so auf in Social Media.
00:28:19: So dann kommen die Eltern und sagen Ja aber der hat das gesagt und der Influencer hat das gesagt Und es klappt aber bei uns nicht, weil's eben nicht klappt.
00:28:26: Sondern dass wir eben dann gucken was kann ich akut machen wenn ich die Migränen habe?
00:28:33: früher zwei Tage flachgelegen hat mit seine Migräne und jetzt vielleicht nur zwei Stunden, dann ist es ja auch ein guter Therapier Erfolg.
00:28:39: Und wenn er vielleicht nicht mehr zweimal die Woche eine Migraine hat sondern noch zweimal im Monat, das ist ja auch einen Therapierfolg.
00:28:46: also da zu sagen was ist überhaupt das Therapiziel?
00:28:49: Was können wir leisten?
00:28:51: Wo wollen wir eigentlich hin und auch ein bisschen akzeptieren dass wir nicht alles wegmachen können und das Therapie ja auch nicht heißt, weg machen.
00:29:03: Sondern Therapie heißt ja begleiten.
00:29:05: Begleiten?
00:29:06: Eben!
00:29:06: Dass man sich das mit den Lebens limitiert... Also unser aller Leben ist ja limitiert.
00:29:10: Ja natürlich, unser aller
00:29:11: Lebens ist limitiert.
00:29:12: Es ist endlich um daher aber begleitet zu werden, dass ich für mich verstehe, dass jetzt so einfach anders damit umgehen lerne ein Verhalten gegebenenfalls auch veränder'n Und wenn es ein Familiensystem ja auch ist, eine systemische Beratung Genau Ja, auch das Verhältnis sind.
00:29:29: Eine Art Verhältnisprivenzion.
00:29:31: Genau und eben auch zu sehen dass da eben auch viel Interaktion ist.
00:29:35: Und genau Familie ist ein System.
00:29:37: Das heißt manchmal gibt es glückliche Kommunikation, manchmal schwierige.
00:29:44: Manchmal ist das aufreiben, das spielt alles eine Rolle und das ist nicht gut oder schlecht.
00:29:49: aber ich wenn ich's verstehe dann bin ich dem nicht mehr so ausgeliefert Und dann ist das auch was, was hilfreich ist.
00:29:57: Oder wenn mir geholfen wird, das zu verstehen und dafür bist du ja dann da und stehst dann mit Delfin.
00:30:03: Sagen wir nochmal ganz kurz, Delfine wofür standen noch mal diese Buchstaben?
00:30:07: Die
00:30:08: eigene Lösung finden!
00:30:08: Das ist ja auch so aus der systemischen Beratung heraus dass die Lösung in jedem selbst ist.
00:30:13: Und ich dann lerne meine Haltung zum System auch.
00:30:16: Genau, wir arbeiten sehr systemorientiert.
00:30:19: Das ist so... Also immer sozusagen zu gucken was ist das Ziel?
00:30:22: Wo will ich hin?
00:30:23: Was wäre denn anders?
00:30:25: Was kann ich tun?
00:30:27: Ja weil wenn ich jetzt Ideen habe für einen Patienten, da bringt den ja nichts fängt weiter.
00:30:33: Das kennen wir alle!
00:30:34: Wenn da einer sitzt und sagt mal so, so, sondern ich muss hier erstmal wissen Wo will ich überhaupt hin?
00:30:40: Und was brauche ich dafür?
00:30:42: und genau da sind die Übergänge zu Systemtherapie sicherlich fließend.
00:30:46: Ich habe auch eine systemtherapeutische Ausbildung gemacht, sonst könnte ich den Job nicht machen.
00:30:51: so Ja, dann ist es eben auch damit verständlich dass das eine längerfristige Geschichte ist.
00:30:58: Also natürlich gibt es auch die Patienten, die einmal kommen wir beraten die und die gehen raus und sagen ja ok reicht mir so aber Es ist mehr so, dass sie wirklich über eine längere Zeit kommen.
00:31:10: Wir haben das mal ausgewertet vor ein paar Jahren haben gesagt es braucht so ungefähr sechs Termine pro Familie.
00:31:17: Es gibt aber auch welche, die sind über Jahre bei uns in Betreuung.
00:31:20: Und dann muss man eben immer gucken wie gut ist die Zufriedenheit?
00:31:24: Ja und wann kann man sich trennen?
00:31:27: oder was braucht es noch?
00:31:30: Oder was brauchst du dann vielleicht nochmal irgendwann wieder?
00:31:33: Genau!
00:31:34: Wo kann man dich denn finden im Internet?
00:31:36: Genau
00:31:37: wir haben
00:31:37: eine Homepage www.delfi-kits.de Homepage, unsere Internetadresse und man kann uns eine Mail schreiben.
00:31:47: Man kann uns anrufen seinen Anliegen schildern und ich habe sehr nette Assistentinnen die auch sehr basiert sind und das gut einschätzen können und schon ganz gut beraten können.
00:32:00: Und dann gucken wir uns was an!
00:32:02: Also www.definuskids mit es?
00:32:06: Kids genau ja
00:32:07: punktde werde ich auch noch mal verlinken für den einen oder anderen Hörer Wenn es ihm ähnlich gut gefällt dir zuzuhören, das finde ich nämlich sehr angenehm.
00:32:15: Das darf ich an dieser Stelle auch mal sagen und hat dann die Möglichkeit sich einfach weiter zu informieren, dass auch vielleicht mal weiter zu tragen damit dieses ja in Norddeutschland ein Zentrum einfach bekannter wird für den einen oder anderen der Hilfe benötigt.
00:32:32: Du sprachst gerade noch davon, sonst könnte ich den Job nicht machen.
00:32:35: also hast du diese systemische Ausbildung nochmal gemacht um eine andere Haltung draufzubauen?
00:32:42: Weil ich stelle mir das jetzt auch noch mal so vor, dass es ja auch die Begleitung auch sehr stressbezogen sein kann für dich.
00:32:48: Es ist ein sehr emotionales Thema.
00:32:52: Wie gehst du denn damit um?
00:32:54: Da gibt's wahrscheinlich auch kein geheimen Rezept.
00:32:56: Nein, da gibt's keinen Geheimen.
00:32:57: Aber es ist genauso wie Du sagst, so die innere Haltung finden.
00:33:00: also natürlich tritt man als Arzt erst einmal an zu heilen, gesund zu machen.
00:33:07: Das wegzumachen und das ist natürlich auch für mich ein Weg gewesen, zu sagen na ja vielleicht ist es eben nicht immer das Therapieziel aber vielleicht kann ich eben doch auch viel machen in der Begleitung, in der Symptomkontrolle, in die Education so... Und das ist es glaube ich und dann kann man auch im Bereich der Palliativmedizin sehr erfolgreich arbeiten.
00:33:39: diese Erkrankung nicht heilen, aber wenn ich eben das Symptom lindern kann.
00:33:47: Wenn die Eltern die Familienansprechpartner haben können der da ist der das mitträgt dann sind sie auch sehr entlastet weil es ist ja auch oft dieses Ich stehe alleine da und ich bin hilflos und was mache ich denn?
00:33:58: Und ich brauche ein Gesprächspartner.
00:33:59: Ich brauche jemanden dem mir zuhört.
00:34:01: Ich brauch jemanden der an meiner Seite ist.
00:34:02: Ich braucht jemanden in der es mit mir aushält So.
00:34:06: Ja, das ist ja eine der größten Herausforderungen überhaupt des Menschen sich erstmal mit sich selber auszuhalten.
00:34:14: Da dann Hilfe zu bekommen ist allererden Wert und natürlich auch zu schauen genau dass dieser Wunsch es soll weg sein eben nicht gegeben ist sondern ich lerne einfach anders damit umzugehen.
00:34:29: Du arbeitest also an der Lebensqualität?
00:34:31: Ja bei Toiletten in den Lebensqualitäten
00:34:34: Das ist sozusagen das Ziel Also Lebensqualitätsveränderung, wenn man zusammenfasst.
00:34:41: Meinte wie war das jetzt für dich über deine Profession mal zu sprechen?
00:34:46: Hast du den Eindruck dass wir haben nicht alles besprochen?
00:34:50: wahrscheinlich?
00:34:50: Nein, das sieht ja auch nicht!
00:34:52: Total
00:34:53: vielfältig.
00:34:54: Ich habe auch noch zigtausend Fragen im Kopf und weiß gar nicht ganz genau wo ich die ansetzen sollte.
00:34:59: aber... Wie war das für dich?
00:35:01: Ach, das war ein sehr schönes Gespräch.
00:35:04: Meistens sprechen ja Ärzte mit Ärzten.
00:35:06: also ich bin es gewohnt irgendwie Seminare zu halten vor Kollegen aber ich finde es einfach so wichtig auch dass... Also ich hoffe ist mir gelungen es ein bisschen verständlich rüberzubringen weil's ja wichtig ist, dass es an die Menschen getragen wird, an die Betroffenen getragen werden, dass sie eben wissen wohin können sich wenden und das fand ich jetzt sehr angenehm.
00:35:26: Ich hoffe, dass ein paar Leute zuhören, ich hoffe dass ein par leute vielleicht auch Ein paar Harmomente haben erst mal, weil es eben ja noch ein eher kleineres Thema ist.
00:35:37: Also ich finde das sehr angenehmes Gespräch
00:35:38: mit dir heute.
00:35:39: Allerdings auch ein sehr wichtiges Thema und es ist ein sehr wichtiger Thema vor allem für dann die Betroffenen.
00:35:44: Auf jeden
00:35:45: Fall!
00:35:46: Meistens teils.
00:35:46: also wir sind hier ein sehr... Ich sage mal gesundheitsbewusstes Land, weil wir diese gesetzlichen Krankenkassen haben.
00:35:53: Das Gesundheitswesen haben die Privatenversicherer ja auch haben und nichtsdestotrotz gab es immer eine Studie, ich meine so vor zwei Jahren aus München, die gesagt hat dass die Leuten eben einen Mangel an Gesundheit wissen haben das bestimmte Themen überhaupt nicht bekannt sind.
00:36:07: Das war jetzt auch nochmals Ansinnen von diesem Podcast Hauptsache gesund um einfach über bestimmte themen auch nochmal zu sprechen
00:36:13: finde ich sehr wertvoll.
00:36:15: Ich finde es auch wertvoll.
00:36:16: Ich habe auch ein sehr angenehmes Gespräch empfunden, hast du denn noch etwas was du uns oder den Hörern jetzt nochmal mitgeben möchtest?
00:36:24: Es lohnt sich sich auf den Weg zu machen.
00:36:26: wenn ich in einer Situation bin gerade gesundheitlich wo ich denke das ist so nicht gut hier ich brauche Hilfe dann ist das auch in unserem Gesundheitssystem was sicherlich viel besser ist als viele andere.
00:36:46: nicht oft so gesehen wird, manchmal schwierig den richtigen Ansprechpartner zu finden sich da durchzubeißen.
00:36:51: Man wird manchmal abgebügelt man kriegt keine Termine, man ist manchmal frustriert weil vielleicht nicht gleich der erste nett ist.
00:36:57: aber wenn ich sage nie mir geht es nicht gut dann haben wir hier Möglichkeiten und Wege und dann lohnt es sich auf den Weg zu machen weil es kann dann nur besser werden.
00:37:09: Also ich stelle immer gerne diese Frage auf einer Skala von null bis zehn.
00:37:13: Wie zufrieden bist du, sind Sie mit der Situation?
00:37:16: Und wenn ich sage, ich bin sieben von zehn zufriedend mit meiner Migräne – wunderbar!
00:37:20: Aber wenn ich sag' ich bin zwei oder drei von zehn zufrieden dann auf den Weg machen und jemandem suchen und auch ein bisschen harbläckig sein und dann findet man die Menschen, die einen begleiten.
00:37:31: Ja und vielleicht weil wir ja auch über Kinder gesprochen haben ... Eine kindliche Neugier, grundsätzlich.
00:37:37: Die erfahren ja die Welt auf einer ganz anderen Weise was wir im Erwachsenenalter vielleicht verlernt haben.
00:37:42: Du hast es gerade nochmal das Wort Fragen gesagt und damit beginnt sie ein Konzept also dass wir wieder anfangen zu fragen wer kann mir helfen?
00:37:52: Wer kennt sich damit aus?
00:37:53: Was kann ich machen um etwas zu hören?
00:37:56: Der eine oder andere Hörer kann sie auch in die Kommentarspalten reinschreiben, wenn ihr da noch was interessiert und man kann ja dann auch auf dich zukommen.
00:38:02: Genau.
00:38:03: Und dann auch Freibund stellen.
00:38:04: Du bist auf Symposien, hast du gerade gesagt?
00:38:06: Ja.
00:38:06: Man
00:38:07: kann dich auch sehen... Genau!
00:38:09: Ich habe auch immer wieder Seminare oder eben Verträge.
00:38:15: Okay,
00:38:16: dann darf ich mich erstmal herzlich bedanken für deine Zeit.
00:38:20: Gerne.
00:38:20: Vielen Dank fürs Kommen.
00:38:23: Sehr gerne morgen.
00:38:27: Also morgen ist der sechzehnte August, meine ich.
00:38:31: Da sind wir in Hamburg die Psy Classics und jetzt ums Rad
00:38:34: fahren.
00:38:35: Das bin ich dann hier und hab jetzt im Vorfeld ja mit dir gesprochen aber den Zeit
00:38:39: ausgemacht.
00:38:39: Ich habe es sehr genossen.
00:38:40: Danke schön!
00:38:42: Dann verabschiede mich von dir und sag einfach mal
00:38:44: Tschüss!
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