Folge 33 - Bauchspeichel- drüsenkrebs, ein Erfahrungsbericht und Lebensqualität

Shownotes

In der 33. Folge meines Podcasts "Hauptsache Gesund" hatte ich ein zutiefst beeindruckendes Gespräch mit meinem Gast Björn. Er teilte seine Geschichte und seinen Umgang mit einer der schwersten Diagnosen, die ein Mensch erhalten kann: Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Diagnose und Realität
Björn sprach mit einer bemerkenswerten Offenheit über seinen Weg – von der langen und unsicheren Zeit bis zur endgültigen Diagnose und hin zu der traurigen Gewissheit, dass die Chemotherapie nicht den erhofften lebensverlängernden Erfolg brachte. Mit nur 50 Jahren steht er vor der Realität einer drastisch verkürzten Lebenszeit.

Eine Botschaft der Lebensfreude
Was dieses Gespräch so unvergesslich macht, ist Björns Umgang mit dieser Tatsache. Anstatt zu verzweifeln, strahlt er eine Klarheit und Lebensfreude aus, die ansteckend ist. Er ist sich des nahenden Todes bewusst und spricht darüber nicht mit Angst, sondern mit einer radikalen Akzeptanz. Seine Botschaft an uns alle ist hörbar kraftvoll: "Seid glücklich. Lebt euer Leben. Macht das Beste draus. Egal wie lange es dauert."

Persönliche Gedanken
Auch nach unserem Gespräch bin ich immer noch tief berührt von Björns Stärke. Seine Entscheidung, die Tatsachen anzunehmen und die verbleibende Zeit bewusst und positiv zu gestalten, ist eine tiefgreifende Lektion über das Leben selbst. Diese Folge ist mehr als nur ein Erfahrungsbericht; sie ist ein Gespräch über die Kostbarkeit jedes Augenblicks.

Weiter Informationen finden sich auf gesund.bund.de einem Service des Bundesministerium für Gesundheit: https://gesund.bund.de/bauchspeicheldruesenkrebs#auf-einen-blick

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Transkript anzeigen

00:00:23: Digital Funky Solutions.

00:00:27: Reingehört!

00:00:29: Coach K sprichnet der, dem und dir im Podcast Hauptsache gesund.

00:00:36: Dreh auf den digital schon.

00:00:39: Als Sportwissenschaftler, Coach- und systemischer Berater spreche ich mit Menschen aus der Gesundheitsbranche, aus der Medizin um Menschen ihr etwas zu erzählen haben.

00:00:52: Hauptsacher Gesund.

00:00:58: Heute geht es um Bauchspeicheldrüsenklebs, einen Erfahrungsbericht

00:01:04: und

00:01:05: Lebensqualität.

00:01:14: Ja hallo ich bin der Sebastian, du bist der Kram, habe den eigenen Podcast Hauptzahl gesund und hab heute die Möglichkeit und tatsächlich bin ich ja nämlich aufgeregt um die Chance mit Björn zu sprechen.

00:01:30: Björnn ist ein langjähriger Abi-Kollege von mir.

00:01:33: aber bevor wir jetzt loslegen Björhn Sag du doch einfach nur, wer bist Du eigentlich und was machst Du genau?

00:01:40: Ja also besten fange ich damit an was ich bis ja Oktober letzten Jahres gemacht habe.

00:01:46: Ich bin nämlich gelernter langjähriger Journalist angefangen beim Radio als Moderator auch für Moderator im Kreiseklinghausen bei Radio Fest wie es jetzt heißt.

00:01:58: Bin dann auch gewechselt zu SAT-I NRW.

00:02:02: das ist das Regionalprogramm von SAT I. Das ist eine Produktionsfirma im Grunde in Dortmund, die dieses Magazin produziert mit Geschichten aus NRW.

00:02:16: Und angefangen habe ich da als sogenannte Videojournalist – das bedeutet, ich bin als Reporter mit Kamera auf der Schulter und Mikrofon in der Hand durch NRW gefahren und hab da über alle möglichen Themen aus Nordrhein-Westfalen berichtet also von Politik über Gewaltkriminalität bis hin zu Sport.

00:02:41: Hab nebenbei weiter auch beim Radio moderiert, hab mir da noch fürs Wochenende eine Radiosender in Soost gesucht weil das so mein bezahltes Hobby dann war, weil ich nie aufhören wollte auch Radio zu machen.

00:02:54: Das war immer meine ganz große Leidenschaft und bei Satz I ging es dann irgendwann weiter.

00:03:02: wie man sich halt überall so hocharbeitet war ich dann Chef der Nachrichten Redaktion bei Sat.Eins immer noch kreativ dabei, ich konnte also meine Nachrichtenstücke die man dort sieht selber noch schneiden und produzieren hatte aber dann auch schon Personalverantwortung habe Leute durch NRW geschickt und angeleitet die mir dann die Themen geholt haben hab dann auch... Ich hatte quasi meinen vier Minuten Block in dieser Regionalsendung den ich frei mit meinen Themen bestücken konnte, vier bis sechs.

00:03:36: Wo ich dann morgens ausgewählt hab welche Themen sind relevant für NRW und habe die dann bearbeitet?

00:03:44: Ja

00:03:45: gab's da ein Lieblingsthema was du gerne bearbeitet hast?

00:03:49: Nee

00:03:49: ich fand es eigentlich ganz schön dass ich im Grunde wirklich mich nicht auf etwas festlegen konnte nicht sagen musste Ich bin jetzt Parlamentsredaktion Politik oder ich bin nur der Sportler Der Crime-Mensch, sowie das bei uns in der Redaktion.

00:04:02: Das gibt es auch sehr spezialisierte Leute.

00:04:06: Ich wollte eigentlich immer alles machen und war sehr froh dann den einen Tag bei der Pressekonferenz von irgendwelchen Fußballvereinen mit dabei zu sein.

00:04:16: Hab diverse Entlastung von Trainern mitgemacht oder auch neue Trainer egal ob es Borussia Dortmund war oder Schalke oder Glabbach, Köln, Leverkusen überall gewesen.

00:04:28: Ich war bei diversen Landtagswahlen mit dabei, hab das Ende von Frau Kraft miterlebt und den Start von Hendrik Wüst miterlebte.

00:04:37: Und war bei der Interviews dabei, habe all diese Sachen live mitbekommen vor Ort.

00:04:43: Das ist schon was Besonderes, wenn man sich nicht auf eine Sache festlegt.

00:04:47: Das hab ich ein Jahr lang sehr gern gemacht und hab dann auch bis Oktober letzten Jahres gemacht.

00:04:55: Dann hat sich mein Leben ... schlagartig gewandelt.

00:04:58: eigentlich hatte ich gerade mein vertrag bei sehr eins um acht jahre verlängert war gerade frisch unterschrieben

00:05:05: okay

00:05:07: und dann kam eine nachricht die halt alles verändert hat.

00:05:12: Und da haben wir heute natürlich im rahmen von hauptsache gesund auch sprechen.

00:05:17: es betrifft ja der leben.

00:05:20: deine gesundheit ist einer krankheit.

00:05:23: Gehen wir gleich darauf ein, denn wie du dir jetzt gerade seinen Werdegang beschrieben hast könnte man ja meinen.

00:05:30: Ich habe dich jetzt eingeladen damit du mir mal Hilfs hier diesen Podcast professioneller zu gestalten.

00:05:36: Deshalb auch einerseits meine Aufgeregtheit.

00:05:40: Vorab nochmal einmal die Frage das was du gerade geschildert hast.

00:05:44: es klingt sehr vielfältig es kingt sehr bunt NRW ist bunt.

00:05:47: der Unterschied ist der Kulturen.

00:05:49: Wir kommen jetzt aus einer Zeit, Abitur fünft neunzig sechsneusig hast du Abi dann gemacht.

00:05:54: Du warst mit bei uns im Jahrgang.

00:05:57: Wieso ist halb herum?

00:05:58: Ich kann mich noch ganz gut dran erinnern das bei unser Abi.

00:06:00: Motto da haben wir uns kennengelernt und jetzt sitzen wir ... Du bist fünfzig geworden.

00:06:07: Ich bin ja alle fünfzig geworden vor zehnter März.

00:06:10: Herzlichen Glückwunsch nochmal.

00:06:13: Alles Liebe natürlich an dieser Stelle.

00:06:15: Und jetzt sitzen Das ist das, dreißig Jahre später hier zusammen und nehmen einen Podcast auf.

00:06:22: Jörn mit welchen Gedanken und Gefühlen bist du denn hier angekommen?

00:06:27: Also es wäre schön wenn wir jetzt wirklich über Podcasts und Podcast machen reden könnten.

00:06:32: Das wäre mir schon fast ein bisschen lieber.

00:06:34: aber wir sind halt hier weil Du hast es erwähnt ich eine schwere Krankheit habe und für mich beschlossen habe mit dieser Krankheit sehr offen umzugehen von Anfang an Und einen ganz besonderen Blickwinkel zu dieser Krankheit einzunehmen.

00:06:54: Darüber haben wir uns mehrfach unterhalten und ich bin froh, auch immer wieder darüber reden zu können.

00:07:04: Einmal weil ich es wichtig finde wenn man etwas hat mich in sich hinein zu vergessen mit Leuten zuteilen egal ob es Freunde für Wante Familie oder eben auch über ein Podcast sind.

00:07:15: drüber reden ist immer gut Und weil auch ein bisschen dahinter steckt, ein bisschen Aufklärung über diese Krankheit zu betreiben.

00:07:23: Und so hast Kaffees in den Fünfzig geworben und wir Männer neigen dazu uns immer gesund zu fühlen und zu sagen, es kann nichts passieren – das ging mir ja auch so bis Oktober – mir kann nichts passieren!

00:07:35: Ich bin der Stärkste von der Welt.

00:07:38: Ich bin fix, lasst mich doch alle in Ruhe.

00:07:41: Das stimmt

00:07:41: nicht.".

00:07:45: Neigen wir einmal zur Reparatur Medizin.

00:07:47: Oder aber wie vergessen es, ich sehe jetzt gerade du hast Zahnersatz

00:07:51: oder?

00:07:53: Da ist ja was passiert.

00:07:54: da war etwas kaputt und da wurde etwas ersetzt.

00:07:57: Genau

00:07:58: Jetzt in dem Zusammenhang Du hast es erwähnt im Oktober kam für dich dann die Diagnose Die einschneidende Nachricht Bauchspeicheldosenkrebs.

00:08:11: Wie hast du das erfahren?

00:08:12: beziehungsweise Was war der anders?

00:08:14: Warum wurde das diagnostiziert?

00:08:17: Also es ging los im Oktober, dass ich starke Rückenschmerzen bekommen habe.

00:08:26: Ich hatte schon ein Jahr vorher eigentlich fast zur selben Zeit einmal sehr schwerer Rückenschmärzen die mich einige Nächte schlaf gekostet haben.

00:08:36: damals bin ich zum Orthopäden gegangen und der gab mir dann in drei Sitzungen jeweils drei Spritzen und dann waren die Rückenschmerzen weg.

00:08:47: Leider waren sie weg, weil wenn sie nicht weg gewesen wären hätte er wahrscheinlich schon damals weiter unter Surrung angestrebt und hätte den Krebs wahrscheinlich schon früher entdeckt möglicherweise denn Die Schmerzen, die jetzt im Oktober aufgetreten sind.

00:09:01: letzten Jahres waren sehr ähnlich.

00:09:03: zunächst Und ich habe sie dann auch auf die gleiche Art und Weise erst mal bekämpft entsprechend Medizin vom Aushalts-Go-Hausarzt geholt, wie man das halt so macht.

00:09:13: Gibt mir doch mal was gegen Rückenschmerzen alles klar und das ging für die ersten zwei Wochen, war es dann irgendwann aushaltbar?

00:09:22: Und diese Rückenschmärzen wurden immer mehr.

00:09:24: Ich dachte, wo kommen diese Rückgeschmerzen her?

00:09:26: Hat mich eine neue Matratze geholfen, ich dachte aber schon die liechste falsch.

00:09:30: Ne, war auch nicht der Fall.

00:09:30: Es wurde immer schlimmer, es wurde irgendwann so schlimm dass ich nicht mehr schlafen konnte also ich konnte nicht mehr liegen.

00:09:39: Ich saß abends im Bett, habe zusammengekauert vor Schmerzen und konnte einfach nicht mehr aushalten.

00:09:45: Medizin-Tabletten hab ich alles reingeschmissen was irgendwie ging und das hat trotzdem nicht geholfen.

00:09:52: Und bin dann doch nochmal zu einem Orthopäden in Recklinghausen der einzige der Zeit hat weil es ist ja auch so auf die Schnelle bekommt man in diesem Landschleider keinen Termin mehr bei einem Spezialisten.

00:10:06: Die Frage muss ich jetzt stellen im Rahmen dieser zwei Klassengesellschaft.

00:10:10: Bist du gesetzlich fangenversichert?

00:10:12: Nein,

00:10:13: ich bin Holzklasse versichert ganz normal.

00:10:15: Gesetzlich Versichert und da ist es einfach wirklich schwer mal eben einen Experten also noch richtigen zu kriegen.

00:10:26: Ich habe mehrere Orthopänen angeschrieben hab gesagt die Lage ist wirklich ernst Ich habe die und die Schmerzen.

00:10:33: Und die, und die Probleme.

00:10:35: könnte nicht irgendwie einen Termin... ...notfalls irgendwie möglich machen.

00:10:40: Das war bei keinem einzigen Orthopäden möglich.

00:10:43: Oh Mann!

00:10:45: Ein einziger in Recklinghausen hatte dann tatsächlich Zeit.

00:10:51: Die Untersuchung lief dann so ab.

00:10:54: Ja, wo haben sie den Schmerz?

00:10:55: Ich sag das und dass ich kann nicht schlafen.

00:10:57: Ich kann nicht liegen.

00:10:59: Mir geht's richtig, richtig schlecht und er sagte Ja, das ist doch völlig klar.

00:11:04: Können Sie Ihre Zehen berühren?

00:11:05: Ich sage, ich kann meine Zehen nicht berühren.

00:11:06: Ich bin fünftig.

00:11:07: Ich habe so gut trainiert und bin jetzt nicht zu elastisch.

00:11:11: Dann sind sie verspannt!

00:11:14: Super!

00:11:15: Was mache ich dagegen?

00:11:17: Dann nehmen Sie hier Tabletten und trainieren Sie hier drei Wochen lang – ich gebe Ihnen mal ein Zettel mit – die Übungen machen

00:11:24: Sie.".

00:11:25: Aber das klingt jetzt alles nicht so nach richtiger Anamnese wenn ich ehrlich sein sollte.

00:11:29: Das war ...

00:11:30: ... der Symptome in Prinzip.

00:11:33: Und es war wirklich so, dass die Ärzte... Ich weiß nicht, offenbar kommen sie nicht drauf.

00:11:38: Warum sie nicht darauf kommen?

00:11:39: Weiß ich nicht!

00:11:41: Weil ähm... Ich erzähl die Geschichte mal eben wie sie weitergingen.

00:11:44: Eigentlich hätte ein Orthopäde, ich glaube einen richtig guter wäre auch darauf gekommen möglicherweise oder einer der sich beschäftigt hätte.

00:11:52: aber später unschuldigte sich sogar mein Hausarzt bei mir und sagte eigentlich hätte ich auf die Idee kommen müssen.

00:11:58: Ich bin aber auch nicht draufgekommen sagt er.

00:11:59: Okay Naja, gut.

00:12:04: Auf jeden Fall ... dieser Termin hat mir natürlich gar nichts gebracht und die Schmerzen gingen ja nicht weg.

00:12:11: Und ich hatte letzte Oktoberwoche, hatte ich dann eigentlich Urlaub.

00:12:13: Ich dachte okay, wenn du einen Urlaub hast, vielleicht ist es nur Stress von der Arbeit, dann entspann sie dich mal zu Hause in Ruhe.

00:12:21: Dann geht das schon weg!

00:12:22: Wie wir denken?

00:12:23: Es geht halt irgendwann von alleine weg.

00:12:25: Typischer Männergedanke, es wird schon weggehen.

00:12:28: Ging aber nicht weg... ... eine Woche Urlaub gehabt, im Oktober.

00:12:33: Und es wurde immer schlimmer und schlimmer... ...und dann in der Nacht von Samstag auf Sonntag Ende Oktober habe ich dann für mich beschlossen,... ...ich gehe am nächsten Tag in die Notaufnahme ins Krankenhaus dascheln.

00:12:47: Hatte dann auch schon meine Sachen gepackt.

00:12:50: Also ich war auf allen Stationären Aufenthalt vorbereitet.

00:12:53: Ich wusste nicht was ich habe aber ich wusste, dass kann nichts einfaches sein!

00:13:00: Also bis dahin hast du dich denn sehr hoch kümmern müssen.

00:13:03: Ja

00:13:04: und diese Chance in die Notaufnahme zu gehen war dann für dich so der letzte Ausweg?

00:13:08: Ja, das war letztes Ausweg nach dem eigentlich...nachdem kein Hausarzt oder kein Orthopäde auf die Idee gekommen ist zu sagen, Herr Reichardt, gehen Sie mal ganz schnell in die notaufnahme.

00:13:19: Das könnte auch was Böses sein!

00:13:21: Okay ja vielleicht guckt man ja im ersten Moment nicht drauf.

00:13:25: ne ich habe mir auch Männer untersucht.

00:13:28: Also,

00:13:29: ja.

00:13:29: Wie auch immer auf jeden Fall mir war klar das kann nichts harmloses sein da muss irgendwas sein.

00:13:35: hab dann mal eine Tasche gepackt mit allem was ich brauche um dann auch stationär behandelt werden zu können.

00:13:41: bin dann schwung nicht weit weg vom kranken aus einfach im wald am sonntag nachmittag rüber gelaufen habe gesagt hier bin ich und auch das war gar nicht so einfach um das mal zu sagen ich komme die den schmerzen bei der notaufnahme an musste dann trotzdem noch einmal zu einem Hausarzt in der Klinik diesen Hausarst überzeugen, dass die Schmerzen so schlimm sind.

00:14:06: Dass ich in die Notaufnahme muss.

00:14:08: Das heißt er musste irgendwas aufschreiben.

00:14:11: Irgendeine Diagnose, die mich in den Notaufnahmen bringt.

00:14:15: Okay.

00:14:15: Was hat er dann gemacht?

00:14:17: Dann komme ich in eine Notaufname.

00:14:19: Es geht relativ schnell melde mich dort an erzähle was ich habe und was ich für Probleme habe Und die Empfangsfrau in der Notaufnahme sagt, haben Sie denn Ihre Sachen für stationär mit dabei?

00:14:33: Sie werden heute garantiert nicht nach Hause gehen.

00:14:36: Im Gegensatz zu allen Ärzten wusste sie sofort ich gehe nicht nachhause.

00:14:40: Was war da anders?

00:14:41: wie ist die darauf gekommen?

00:14:43: Möglicherweise einfach Erfahrung.

00:14:44: Erfahrung.

00:14:45: Einfach die Erfahrung zu sehen.

00:14:47: wenn einer hier ist erstmal an diesem Punkt es mit solchen Schmerzen das stimmt aus nicht dann steckt er mehr dahinter Als nur eine Verspannung.

00:14:59: Dann ging es halt weiter und relativ schnell, drei Stunden später stand die Diagnose mehr oder weniger fest.

00:15:06: Es war ein bisschen... Also die Problematik war ich schrieb dann meiner Mutter erst mal in der SMS nach dem Mutter macht ihr keine Sorgen.

00:15:15: Ich bin mal eben in den Notaufnahmen habe Rückenschmerzen ist wahrscheinlich nichts Ernstes macht ihr keiner Sorgen.

00:15:21: aber da liegt noch ne Tasche bei mir aufm Bett.

00:15:24: kannst du mir die vorbeibringen?

00:15:25: Und bis dahin warst du auch noch Ich nehme jetzt mal das ganz bewusst, dass es rückwärts sind.

00:15:30: Oder hast du da was Schlimmes gedacht?

00:15:35: Ich habe nicht ein Krebs gedacht!

00:15:37: Also der Gedanke kam mir tatsächlich in dem Moment noch nicht... ich hab an alles Mögliche gedacht aber nicht einen Krebst tansächlich.

00:15:47: So dann wurden diverse Untersuchungen gemacht Ultraschall, Blutuntersuchung und CT.

00:15:55: Und das unangenehmste war dann halt Dass meine Mutter brachte mir meine Tasche vorbei mit meinen Sachen in dem Moment oder Arzte reinkommt und mir eine Diagnose mitteilen möchte.

00:16:14: Ich war zu den Zeitpunkten mehr oder weniger unter Drogen, also ich hatte Schmerzmittel.

00:16:19: bis Literweise haben sie mir erflößt.

00:16:23: Das heißt ich war in einem Gemützzustand, wo du mir hätte sagen können okay Sie sind in zwei Stunden tot juhu!

00:16:30: So ungefähr.

00:16:32: Oh Mann!

00:16:32: Ah, dann guckt halt meine Mutter dazu sitzt macht sie sowieso schon große Sorgen.

00:16:36: und dann kommt der Arzt mit dem Bild von CT an sagt wir haben ein Katzinom also einen Tumor gefunden in der Bauchspeicheldrüse.

00:16:47: Und das ist für viele im Prinzip wer sich ein bisschen damit auskennt schon klar mit das schlimmste Ankrebs was man haben kann.

00:16:54: und Für mich war in dem moment ich habe es gehören hab gedacht okay das wars Das war sofort mein erster Gedanke, alles klar.

00:17:02: Fünfzig Jahre... Ja!

00:17:06: Aus gut gelebst, das wars dann jetzt.

00:17:08: Guckt dann rüber zu meiner Mutter, die da saß und die Kreidebleich wurde.

00:17:13: Und das war mit der schlimmste was sie so knallhart völlig unvorbereitet dann auch diese Diagnose mitbekommen hat.

00:17:21: Ähm.. Und auch ihr war in dem Moment eigentlich schon klar was es bedeutet.

00:17:27: aber da beginnt dann so ein Verdrängungswettbewerb.

00:17:31: Alles wird gut Es gibt für alles eine Lösung, es gibt für alle eine Therapie.

00:17:39: Wobei jetzt mit Bauschweichedrösenkrebs in dem Sinne kam das Grund verhofft du hast überhaupt nicht irgendein Krebs gemacht.

00:17:46: der Arzt kommt rein hat das CT-Bild dabei und sagt ja wir haben einen Katzenung gefunden.

00:17:54: Und wenn man sich damit beschäftigt und man sieht es war.

00:17:58: Krebs ist ja etwas, was teilweise sehr spätdiagnostiziert wird.

00:18:02: Leider Gottes in Deutschland.

00:18:05: und wenn es dann die investiert wird vor allen Dingen bei Männer oder der Bauchschweigedrösenkrebs an sich das ist ja eine der typischsten Krebsarten oder der kregarse Krebsart oder diese Krebs art die wir haben Dann Ist Es Ja Grundsätzlich Todesurteil.

00:18:22: Es ist ein tolles Urteil.

00:18:23: Wenn man sich damit beschäftigt dann ist im Prinzip Bauchspeichel ihre Gräbes nicht halber.

00:18:32: Also wenn man diese Diagnose bekommt, wenn man sie früh bekommt, dann hat man theoretisch noch eine Chance das Leben um ein paar Jahre zu verlängern.

00:18:42: Wenn man sie sehr spät bekommt und der Krebs selbst nicht mehr operabel ist eigentlich Dann muss man sich nicht mehr viele Gedanken drüber machen.

00:18:57: Die Medizin ist bei Bauchspeichwirt Rösenkrebs einfach noch nicht so weit, den wirklich behandeln zu können.

00:19:03: Wir können gleich darüber reden.

00:19:04: das was man mich bei mir nochmal versucht hat aus bestimmten Gründen und ich auch gute Hoffnungen war, aus sehr positiv gestimmt war aus bestimmem Gründen dass man da eine Behandlung hinkriegt und ich somit ja vielleicht nicht geheilt werde aber dass man zumindest eine Verlängerung hinbekommt des Lebens auf unbestimmte Zeit

00:19:30: Und das ist ja, indem sie nicht erfolgt.

00:19:33: Du hast dann die Chemotherapie über dich ergeben lassen.

00:19:35: Da gehen wir vielleicht auf einen, sagst du ja auch.

00:19:38: Denn zunächst einmal finde ich an dieser Stelle muss man das nochmal sagen aus meiner Sicht erst mal extrem mutig von dir zu sagen Ich rede darüber und wir beklagen in Deutschland ein massiven Verlust von Gesundheitswissen.

00:19:54: Die TU München hat im Mai, meine ich, vor dem Jahr zwanzig ausgefunden.

00:19:58: Das neun von zehn Deutschen tatsächlich wenig Ahnung haben was überhaupt Gesundheitswissen anbelangt, was Präventionen anbelangen oder auch Vorsorge früh Erkennung anbelankt.

00:20:10: und dann ist es natürlich jetzt unabhängig auf den einen Fall der dramatisch ist aber folgerichtig dass wir leider Gottes in unserem medizinischen Wunderwelt was diagnostizieren und das ist teilweise zu spät.

00:20:24: Wenn man jetzt nochmal genau auf diesen Moment schaut, du warst stand jetzt unter Drogen.

00:20:28: Du musst aber doch irgendwann mal für dich realisiert haben was hat der Arzt denn da gerade gesagt?

00:20:34: Also für mich war es in dem moment sofort klar auch ob ruhig natürlich unter Drogenstand.

00:20:41: in Anführungszeigen war für mich in dem Moment klar okay Bauchspeicheldrüsekrebs hast du mal gehört das überlebst du nicht.

00:20:55: Man wusste von bestimmten Krebsarten, das ist die typischen Männerkrebsarten.

00:21:00: Das ist heilbar.

00:21:01: Aber Bauchspeicheltrösenkrebs... ...ist ein Todesurteil!

00:21:05: Das hatte man gehört?

00:21:06: Ich hatte mich zu den Zeiten noch nicht ausschuldig damit beschäftigt aber natürlich wusste ich was ich davon zu erwarten habe.

00:21:13: Mir war es klar in dem Moment und ich hab dann wirklich.

00:21:16: also mein Gedanke war okay Guck mal zurück auf dein Leben.

00:21:19: Ist das jetzt schlimm dass du das jetzt bekommen hast?

00:21:24: Oder ist das jetzt einfach, okay dann isst das so.

00:21:27: du musst damit umgehen?

00:21:31: Zeitpunkt ist ungünstig.

00:21:32: Du hast es dir so nicht gewünscht aber wie gehst du da mit um?

00:21:35: mir war vom ersten moment an klar Okay Das was noch da ist an zeit die nutze ich und Ich bin nicht.

00:21:45: Ich werde nicht traurig sein ich werde nicht üben sein Darüber dass ich das bekommen habe das war mehr in dem Moment klar sondern Ok Dann gehst Du Damit Jetzt Um.

00:21:55: Du musst rauskriegen, wie lange hast du noch?

00:21:58: Könnt ihr irgendetwas

00:21:59: machen?".

00:22:00: Und sie wussten ja in dem Moment auch nicht, wie groß ist dieses KTNU.

00:22:04: Das war nicht klar.

00:22:06: Sie wussten nicht, ist es gutartig oder bösartig.

00:22:09: Diese beiden Möglichkeiten gab's auch noch.

00:22:10: D.h.,

00:22:10: das war völlig klar... Es müssen erst mal Untersuchung stattfinden!

00:22:13: Also jetzt haben dann noch weitere Untersuchungen stattfindet von logischer Weise.

00:22:17: Wir sind jetzt nochmal in den Moment wo das CT-Bild da war.

00:22:21: Da hast du schon und das fast nehmt mich jetzt gerade Wenn ich das jetzt so reflektieren darf, die Entscheidung getroffen.

00:22:28: Für dich es ist so und ich nehme das an.

00:22:30: Ja

00:22:31: habe ich in dem Moment voll für mich getroffen.

00:22:33: ja Es ist ja schon bewundernswert.

00:22:35: also wie ist du darauf gekommen wenn Du jetzt mach ich einen Zurückschaus?

00:22:39: Also wenn du jetzt vielleicht nochmal in die Zeit auch an die Schaus oder mal dreißig Jahre zurück?

00:22:43: also gab es in deinem Leben dann bestimmte Situationen wo du auch so bestimmte Entscheidungen treffen musstest.

00:22:50: Wir haben aktuell hier in Deutschland die Situation oder das Thema der Resilienz dieser Widerstandsfähigkeit.

00:22:57: Tatsächlich glaube ich, habe ich diese Entscheidung oder wie schaut man nach vorne?

00:23:03: In meinem Leben so nicht treffen müssen.

00:23:04: tatsächlich!

00:23:08: Im Grunde lief immer alles sehr gut.

00:23:11: Das heißt wenn sich eine Tür schließt öffnet sich eine neue.

00:23:15: Das war bei mir immer sofort quasi parallel.

00:23:19: Ich musste nie irgendwie schwierige Entscheidungen treffen an der Stelle ... wie ich mit etwas jetzt großartig umgehe.

00:23:26: Also es gab immer sofort eine neue Tür... Mit einer Wahlmöglichkeit, die für mich automatisch als die Richtige erschien.

00:23:38: Das finde ich jetzt total faszinierend und bewundern zu erken!

00:23:42: Wenn du das so reflektierst?

00:23:44: Weil wenn du das gar nicht so wahrnimmst als Fürde,... Sondern da geht ja ne Tür zu und andere geht auf und das ist für mich normal.

00:23:53: Ja, vor dem Leben dann über die Resilienz.

00:23:56: Die ist dann ja vielleicht angeboren wie es natürlich.

00:23:58: wie auch immer Es gibt viele Menschen, die ja dann trotzdem noch versuchen diese geschossene Tür Mit aller Gewalt nochmal aufzubrechen vielleicht sogar über Jahre um daran Dann kaputt gehen bis hin zu Zürcherchen Belastung und Depressionen.

00:24:11: Das her nehme ich jetzt auch noch mal so.

00:24:12: ein Thema wo Ich mich jetzt das interessieren täte Du hast eine Diagnose bekommen Und die Gefahr ist ja schon sehr groß dass man dann Aufgrund dieser Diagnosen Sein Leben, oder sein Restleben dann in Lethargie verbringt.

00:24:25: Ja das passiert bei sehr vielen Menschen tatsächlich.

00:24:29: Genau

00:24:30: Das ist eine Diagnose die eigentlich alle meisten Menschen wenn man mit Ärzten spricht wirklich einen Boden unter den Füßen wegreißt Wenn sie diese Diagnosen bekommen.

00:24:43: Ich habe später in der Chemotherapie Mit mehreren Menschen zusammengesessen Die auf diese Diagnose hatten Und dann irgendwann auch mitbekommen haben, okay das war es jetzt für dich.

00:24:56: Und die erzählten auch, dass war für sie ein Punkt da gegen die Welt zu Ende.

00:25:02: Das war wie so ein schwarzes Loch für viele.

00:25:06: Aus dem Sie wahrscheinlich aber nicht mehr so richtig raus kommen.

00:25:09: Ich saß dann da, ich mach' das noch für einen Ziel beispielsweise.

00:25:17: Ein Mann der sagte meine Tochter hat am fünften August heiratet sie?

00:25:22: Das möchte ich noch erleben, das ist mein einziges Ziel.

00:25:24: Ansonsten ist mein Leben vorbei.

00:25:28: Ich genieße keinen einzigen Tag mehr, sagt er.

00:25:32: Aber diesen einen Moment dieser Hochzeit meiner Tochter die will ich erleben.

00:25:37: So aber für ihn war dieser Zeitpunkt als er erfahren hat.

00:25:40: Er ist quasi also er wird sterben?

00:25:44: Das war für ihn nicht greifbar.

00:25:46: Das war ja das Ende der Welt an der Stelle.

00:25:50: Und daraus entwickelt er dann oder entwickelt er einen Ziel?

00:25:53: Dies ist ein Ziel hier.

00:25:55: Und da ist ja auch die Gefahr, was ist denn wenn dieser Tag dann kommt?

00:25:58: Was ist

00:25:59: nach diesem Tag?

00:26:00: Der Tag ist vorbei danach gibt es kein Ziel mehr an der Stelle und so geht das in allermeisten Menschen.

00:26:07: entweder haben sie noch dieses eine Ziel dass das hilft.

00:26:10: dann wahrscheinlich, wenn es dieses Ziel überhaupt nicht gibt Dann ist es für viele einfach ein schwarzes Loch.

00:26:21: Was ist dein Ziel?

00:26:24: Mein Ziel ist jetzt einfach wirklich, ein Voyettentag so gut es geht zu leben und zu genießen.

00:26:32: Auch Kleinigkeiten an der Stelle noch möglichst viel Zeit mit Menschen zu verbringen sei es Familie, sei es Freunde, sei das alte Bekannter oder sonst irgendwas.

00:26:45: nochmal Dinge zu unternehmen auch spontan.

00:26:49: ich gucke zum Beispiel einfach mal ob gibt's irgendwie spontan Irgendwie eine Veranstaltung, wo ich hingehen kann.

00:26:54: Am Sonntag habe mir eine Karte für Mario Bart gebucht.

00:26:57: Einfach ganz spontan und bin da hingefahren, weil ich dachte okay, mir geht es einigermaßen gut.

00:27:02: Fährst du zu Mario Bart?

00:27:04: Einfach so jeden Tag zu genießen.

00:27:06: Weil ich kann nicht lange in die Zukunft planen.

00:27:09: Das ist ja so ein Ding... Ich kann nicht sagen im Mai mache ich irgendwas oder im Juni.

00:27:16: Ich muss gucken was kann ich heute machen vielleicht noch nächste Woche?

00:27:22: Es kann auch sein dass mir im Sommer doch gutgeht Aber das weiß ich nicht.

00:27:27: Das kann von einem Tag auf den anderen, kann sich mein Leben vom Blatt ändern und dann geht nichts mehr möglicherweise.

00:27:33: Und dann geht nix mehr?

00:27:34: Und deswegen planee ich jetzt jeden Tag so gutes Geld... ...und wenn es wirklich nur Kleinigkeiten sind.

00:27:41: Es gibt Dinge die ich früher gerne gemacht habe, die mir heute nicht mehr viel bedeuten.

00:27:44: Ich hab früher sehr gerne aus Serien geschaut.

00:27:47: Ist mir mittlerweile völlig egal.

00:27:49: Ernsthaft?

00:27:49: Völlig!

00:27:50: Geht an ihr vorbei So ein

00:27:51: Netflix-Abend, siebenzwanzig Serienstücke am Stück ist...

00:27:55: ...vielerweiler und ist das völlig irrelevant was da neu kommt?

00:27:58: Sonst irgendwas war mir früher wichtig.

00:28:00: Ich habe ihn in die Zukunft geguckt.

00:28:02: Was kommt da alles?

00:28:03: Ja.

00:28:04: Völlig egal!

00:28:07: Unser Leben ist endlich.

00:28:09: Bei dir ist es jetzt so fünfzig Jahre geworden.

00:28:11: du hast die Diagnose und es geht dann schneller zu Ende als du gedacht hast als wir alle dann denken.

00:28:20: also keiner weiß Wann es für ihn ja zu Ende ist.

00:28:25: Die meisten gehen davon aus, ich werde jemanden achtzig als Mann Deutschland vielleicht sieben achtzig und dann ist das dann irgendwann soweit Und haben dann so eine gewisse... ist einfach so ne gewisse Zeit-Einstellung.

00:28:37: Ich habe ja noch Zeit!

00:28:39: Ja

00:28:39: Ich kann ja nach einer Serie gucken Genau, ich kann in noch ne Folge gucken Und dann hab' ich ja morgen vielleicht nochmal die Chance.

00:28:46: Aber dieses viel leicht ist ja dann irgendwann total klein Ist ja auch nie mehr gegeben.

00:28:51: Ja, dein Verletz.

00:28:52: Was können denn?

00:28:53: Wenn du das jetzt so nochmal für dich ist, reflektierst und sagst komm' es gibt Dinge die sind ordentlich so relevant Die interessieren dich jetzt auch gar nicht mehr.

00:29:01: Äh wenn das jetzt hier... ...fünfzehn, fünfzwanzig, fünfdreißigjährige hören hoffe ich natürlich dass mehrere Menschen diese vorhin hören.

00:29:10: Und angenommen du wärst dieser fünfdreißigjährigen was würdest du dir in dem Moment wo wir bei dir jetzt reden?

00:29:16: was würdest du dir sagen wollen?

00:29:19: Den fünfund dreißig jährigen Bjagen

00:29:21: oder Fünfzwanzigerigen

00:29:23: Finde ich, also in dem Alter ... Ich würde jetzt niemandem sagen, schau keine Netflix-Serie oder sonst irgendwas.

00:29:30: Oder mach einfach das in dem Moment auch was du tun möchtest.

00:29:37: Nicht irgendwie überlegen, ah, sollte ich das machen?

00:29:43: Sondern wenn das etwas ist, was du in dem moment möchtes und für dich als das heraus erkoren hast, was dich glücklich macht!

00:29:53: Also das, was Dich glücklich Das musst du tun.

00:29:56: Wenn es dich glücklich macht, auf dem Sofa zu sitzen und Serien zu bingen, dann tu das!

00:30:04: Wenn es dir glücklich ist, auf einem Fußballplatz zu spielen... ...und Armbelkumpels einzutrinken, dann mach das!

00:30:13: Weil du sagst, dass Leben ist endlich.

00:30:15: Und wenn man am Ende auf das Leben zurückblicken kann und sagen kann,... ..."ich war glücklich", das ist das

00:30:20: Wichtigste.".

00:30:22: Es gibt auch Menschen, die sagen ich möchte irgendwas erreichen.

00:30:24: Ich möchte irgendwie ihren Amt nicht arbeiten und etwas in dieser Welt hinterlassen.

00:30:29: Ja tue das auch gut.

00:30:32: Ich würde mir jetzt persönlich keinen Raschlag geben und sagen mach was anders weil ich mit dem wie ich gelebt habe ja nicht unzufrieden bin.

00:30:40: Ich gucke zurück unser fuchzig Jahre.

00:30:42: kannst du dich über irgendwas beschweren?

00:30:44: bist du super unglücklich?

00:30:45: nein natürlich hätte man viele dienen auch anders machen können.

00:30:49: wenn du an einem Punkt im Leben eine andere Entscheidung trifft, läuft das Leben ja anders.

00:30:56: Aber wird es dann besser?

00:30:57: Weiß sie nicht!

00:30:59: Wichtig ist dass du sagen kannst ich war an den meisten Stellen in meinem Leben glücklich.

00:31:04: Dass wir auch mal unglücklich sind ist gar keine Frage und da sagt man schlimme Dinge gibt ihm Leben ist auch keine Frage.

00:31:08: aber wenn du hinterher sagen kannst also die meiste Zeit wer jetzt ihre Blicke ... ne bei alles gut Ich kann mich nicht darüber beschweren wie mein Leben gelaufen ist egal wie.

00:31:18: dann ist super.

00:31:21: Wenn du hier zurück schaust dann bräuchst du nix.

00:31:26: Und du sagst, Gott sei Dank ich bin fünfzig Jahre alt geworden?

00:31:30: Ja!

00:31:31: Also ich habe in einer sehr guten Zeit gelebt.

00:31:33: also wir haben in einer superzeit gelebt und es ist das Schöne wo ich sage wir sind aufgewachsen im besten Jahrzehnt.

00:31:42: Ich bin siebzig geboren und Wir haben vor kurzem wirklich alte Fotoshaus gesucht.

00:31:49: schön nostalgisch alte Fotoste und Es war super.

00:31:52: die achtziger Die Neunziger waren einfach eine grandiose Zeit.

00:31:56: Wir hatten damals noch keine Handys, wir haben ... noch keine Tablets und die Fernseher waren klein aber immer in Farbe.

00:32:04: Und normales Fernsehe begraben.

00:32:05: drei Programme später RTL und ZD-Eins noch dazu.

00:32:08: Ich weiß noch wie ich RTL bei uns in der Alpenwohnung selber eingestellt habe am Fernsehr heimlich weil man mir das verboten hatte daran herumzuschädeln.

00:32:16: Aber... ich hab's ja trotzdem eingestellt.

00:32:18: Sondern

00:32:19: wenn wir irgendwann Nightrider gucken konnten Es ist ja bei RTL lief Aber das war halt eine Zeit, wenn du dir die alten Fotos anguckst wie wir draußen gewacht haben.

00:32:32: Das ist einfach toll!

00:32:33: Das war ne schöne Zeit.

00:32:34: Vielleicht sagen dass diejenigen die heute aufwachsen irgendwann von ihrer Zeit auch.

00:32:39: Ich finde wir hatten die geilsten Filme.

00:32:43: es gab die beste Musik damals unglaublich was da ein fantastischer Musik gibt Egal, ob jetzt dieses Fintypop-Geschichten sind oder geile Rockmusik aus der Zeit.

00:32:54: Ne?

00:32:55: Achtziger, neunziger beste, beste Zeit.

00:32:57: Siebziger auch noch.

00:33:00: Kranjosezeit aufzuwachsen.

00:33:02: Ja also die Zeit hier auch so Deutschrap, Fantafier, Zwei, Neunzeig, Fette

00:33:08: Brote... Alle!

00:33:08: ... das enderstanden

00:33:10: werden.

00:33:11: bei unserer Abgestimmung hatten wir Beastie Boys.

00:33:16: Das war natürlich episch, muss man ja auch noch mal sagen.

00:33:20: Das war aber auch eine Zeit... ich mein gut da gab es in der Irakrieg, da gab's Jooslawien, das hat uns schon beschäftigt, es gab Demonstrationen und Anfeindungen.

00:33:31: wenn man gesagt hat man geht zur Bundeswehr, das erinnert mich jetzt wie in der heutigen Zeit schon dran, wie das damals bei uns war.

00:33:36: andererseits gab es auch aus dem Jahr neunzehnundachtzig neunzig wo die Mauer befallen, denn

00:33:42: das war doch ein Gefühl der absoluten Freiheit!

00:33:44: Also wir waren eine deutlich freire Gesellschaft Das muss man eindeutig sagen.

00:33:49: Wir waren, auch wenn es diese natürlich gab, Demonstration gegen den Krieg und solche Geschichten.

00:33:56: aber das lief alles, ich würde mal sagen gesitteter hab.

00:34:00: Es wurde mehr diskutiert als heute beispielsweise Und wir haben uns nicht immer alle angefeindet, wir waren freiheit.

00:34:09: Du durftest alles sagen, du durftes euch jede Meinung vertreten Und die hatten einfach Spaß und es sind viele gute Sachen passiert.

00:34:16: Ich hatte damals so das Gefühl, wie man da zurückblickt ... Das war die Zeit, wo sich die Welt wirklich in eine gute Richtung entwickelte.

00:34:23: Bauerfall-Glasnost hat das all solche Geschichten.

00:34:27: D.h.,

00:34:27: wir waren in einem Jahrzehnt, wo die Welt schien besser zu werden.

00:34:32: Halt ich das Gefühl?

00:34:36: Und alle, wir waren einfach in der offenen Gesellschaft irgendwo.

00:34:39: Wir waren nicht so ein Empörungsgesellschaft heute.

00:34:43: Weil man im Diskurs war, weil man im Gespräch war.

00:34:46: Ja und wenn man auch akzeptiert hat dass jemand eine andere Meinung hat.

00:34:49: Ich konnte versuchen nicht zu überzeugen habe ich dich nicht überzeugt?

00:34:51: Egal.

00:34:52: Konnten trotzdem Freunde sein!

00:34:55: Also das muss ich ja sagen, ich hab mich dann mit einigen Leuten nochmal aus unserer Abiklasse unterhalten.

00:35:00: jetzt auch wir treffen uns am elften vierten machen nur mal einen Abitreffen.

00:35:06: du sagst trotzdem Freunde seien genau ihr trotzdem Zusammenhalt haben.

00:35:10: wir waren großer Klassenverbund in fünfzig Leute.

00:35:14: Wenn wir beide jetzt unterhalten, ich habe schon so einen oder anderen Eindruck gehabt.

00:35:18: Oder noch mal eine Situation vor Augen, wo man den anderen vielleicht auch angefeindet hat?

00:35:22: Oder wie jedenfalls auch beleidigt hat.

00:35:24: Ja aber es war doch keine... Ich finde das war anders.

00:35:29: Natürlich gibt's unterschiedliche Charaktere und unterschiedliche Meinungen.

00:35:32: Aber es war nicht so dass man ein Wand gebaut hat

00:35:36: Das nämlich jetzt hier gerade war ... so sehr extrem, dass da keine Wand entstanden ist.

00:35:40: Also das ja trotzdem eben ein Verbund gewesen ist... ...dass man auf den anderen geachtet

00:35:46: hat!

00:35:46: Es gab ja wie immer und es wird es immer geben unterschiedliche Klicken, unterschiedliche Interessen,... ...unterschiedliche Meinungen.

00:35:53: Ja also es war damals so als auch heute wäre ich der King, damals war ich im Nerd.

00:35:57: Ich habe mich damals als Kind mehr für Computer... ...Videospiele und sowas interessiert.

00:36:02: Das war damals zu der Zeit noch nicht so... Da warst du halt noch nicht In der Gruppe, die beliebten an dieser Stelle.

00:36:09: Heute wärst du wahrscheinlich als erfolgreicher Videospieler der King in der Grupe.

00:36:14: Das war noch nicht so was?

00:36:15: Okay... Aber das macht's auch nie schlimm!

00:36:18: Jeder hatte seine Gruppe aber trotzdem es war wir hatten eine gute Zeit zusammen finde ich.

00:36:24: Also es war alles... Es war schon.. Ich finde trotzdem, ich... ...achtziger, neunziger wenn ich zurückblicke ganz viele tolle Zeiten und würde diese Zeit nicht missen wollen.

00:36:38: Die war aufregend, die war risikoreich.

00:36:41: Wir sind ja auch klar mutig gewesen und haben auch vieles dann gemacht, ausprobiert wie auch immer.

00:36:49: Jetzt nochmal zu dem Thema Achtsamkeit.

00:36:52: Auch Achtsammengang wird der eigenen Gesundheit wenn man das jetzt mal sieht und wir ganz bewusst ohne mahnden Finger du sagst ja zurecht In der Diagnose, der Hausärzt bei dir hätte vielleicht das und das erkennen können oder dann die einzelnen Orthopäden.

00:37:08: Was hättest du gaben?

00:37:10: Gibt es denn etwa so in deinem Betrachtel etwas was du wo du mehr wert hättess drauflegen könnten?

00:37:16: ja absolut Denn jahres Klang klingt so als wenn ich jetzt den hausärzten oder orthopedien da So die Schuld gebe.

00:37:24: und ja sie könnten manchmal ein bisschen mehr machen.

00:37:28: Aber wichtiger ist im Prinzip auch, dass man selber auf seinen Körper hört und dass man ab einem bestimmten Zeitpunkt – ich erinnere mich, ich war gerade vierzig geworden.

00:37:37: Mein damaliger Hausarzt sagte so jetzt müssen wir aber regelmäßig jährlich hier mal Vorsorge betreiben, ordentlich Blutest machen.

00:37:47: Und ich sagte, ich gehe fünfmal lieber ins Fitnessstudio.

00:37:51: Warum soll ich das denn machen?

00:37:53: Ich bin fit!

00:37:54: Ich hab nix.

00:37:55: Welches was habe komme ich zu ihm.

00:37:57: Aber solange ich nichts habe, freue ich euch nicht kommen.

00:38:01: Hätte ich mal drauf gehört.

00:38:02: tatsächlich und das meine ich jetzt wirklich ernst.

00:38:06: Man muss einfach auch immer selbst ins einen Boot geht dem Arzt vertrauen an der Stelle und sagen okay dann nimmst du halt Blodorf oder aber auch selber Druck machen denn die haben natürlich viel zu tun die haben viele Patienten und zu sagen ok ich möchte dass.

00:38:27: ich möchte bitte ab und zu, dass ihr mal genauer hinschaut.

00:38:32: Wir leben in einer Zeit, wo immer mehr Menschen krank werden ist es immer mehr Krankheiten gibt.

00:38:38: Krebsfälle steigen gewaltig weil jeder zweite mittlerweile in Deutschland viele Krebsarten Darmkrebs Bauchspeicheldrüsenkrebs Brustkrebs Die Zahlen gehen durch die Decke Und man merkt das nicht.

00:38:54: die Symptome sind so unspezifisch ... wie in meinem Fall Rückenschmerzen und die bekommt man erst, wenn es zu spät ist.

00:39:02: Wenn man also irgendwie meines Gefühls hat.

00:39:03: Irgendwie ich habe Magenschmerz, ich hab Durchfall, ich habe Blut im Stohler, irgendetwas... Dann sofort zum Arzt und schon mal einen Test machen lassen?

00:39:11: Gar nicht mal so schlimm!

00:39:13: Im besten fall is halt nix.

00:39:16: Aber wenn was ist und man kann das früh erkennen, kann man in den meisten Fällen tatsächlich etwas machen

00:39:23: Und das ist ja der wesentliche Aspekt.

00:39:25: Es ist ja eine Früherkennung.

00:39:26: Ja

00:39:27: Also Ich vergleiche das immer in den Gesprächen auch, die ich habe mit Menschen.

00:39:32: Jeder Kulier und auch Kunden.

00:39:35: Mit dem Auto.

00:39:35: Das Auto muss alle zwei Jahre zum TÜV.

00:39:38: Ja so!

00:39:39: Das wird kontrolliert auf den Zustand, auf die Verkehrstauchlinien.

00:39:42: Und der Vergleich?

00:39:44: Oder du fährst zur Inspektion und machst mal einen Ölwechsel Jetzt kann man das ganze Blut nicht auswechseln.

00:39:49: Also Keith Richards zum Beispiel macht das ganz gerne, sonst wäre der ja.

00:39:52: ich glaube er ist über hundert Jahre mittlerweile alt, so ist nicht der zumindest ab, was voll ist der uns?

00:39:56: Die mache ja dennächst ihre allerletzte Tour.

00:39:59: Da ist es so dass man tatsächlich so wie du es gerade gesagt hast, man Blutbild machen kann.

00:40:04: Ich hatte in der ersten Folge mit dem Dr.

00:40:06: Krummler gesprochen eine Arbeitsmediziner Niproprotein-Wert Kleinar nennt sich der einmal bestimmen lassen.

00:40:12: sollte man einmal im Leben machen hat man mit dem Blutkreislauf auch zu tun macht nur meinen Ultraschall vielleicht von der Karottes, also Halsschlagader und auch vielleicht von den großen Organen.

00:40:23: Und das kann man vor allem ab vierzig alle zwei Jahre mal durchfinden einfach um die Gewissheit zu haben Das fand ich ganz gut.

00:40:28: dass du das jetzt gerade sagst Naja da ist was und wir können dem jetzt nachgehen oder da is eben nix weil der eigentlich auch ein cooles Gefühl ist

00:40:37: Ja und in den meisten Fällen ist er ja auch nix.

00:40:41: Aber in jedem Fall wo was es kann man noch was reparieren, wie du es am Anfang schön gesagt hast.

00:40:49: Solange noch was referierbar ist, ist das gut und wir sind in der Medizin ja schon sehr, sehr weit auch wenn man noch nicht alles heilen kann.

00:40:58: aber wir sind schon sehr sehr weit und da sollte man dann auch nutzen an dieser Stelle Und zur Not dann halt auch mal Druck machen dass das was ich nicht gemacht habe Ich hatte ja gesagt dass ich schon relativ früh auch so ein paar mehr Symptome hatte schon ein zwei Jahre vorher.

00:41:15: Nach heutiger Sicht hätte ich auf einen CT bestanden tatsächlich und gesagt, guck doch noch mal genauer nach.

00:41:24: Guck einfach nochmal genauer danach, geh sicher!

00:41:27: Dass das nix ist und nicht dieses Ja gut hoffen wir mal dass die Spritzen wirken und wenn sie nicht wirken dann kommst du nochmal wieder.

00:41:37: aber wenn Sie wirken ist es gut.

00:41:39: ja schön die Schmerzen waren weg Aber das Gefühl da was is, hat man ja weiterhin.

00:41:44: Also man sollte diese Möglichkeiten, die man heute hat nutzen und zumindest nachfragen.

00:41:49: Habe ich die Möglichkeit dass ihr mich einmal im Jahr unter einen CT legt und ein Bild macht beispielsweise.

00:41:57: Und Nutzen bedeutet auch das man die Anlaufstellen einfach nutzt.

00:42:02: Letzte Woche mein ich war Tag des Gesundheitsamtes als wir damals Ami gemacht haben weil das Gesundheitsamt irgendwo am Busbahnhof Da gab es ein großes Geburt.

00:42:13: Das ist die erste Erinnerung, die ich jetzt hatte als ich das gelesen habe.

00:42:18: Jetzt muss ich mittlerweile mal nachdenken wo ist das überhaupt?

00:42:21: Was hat da denn überhaupt eine Telefonnummer?

00:42:22: also auch da... Ich beschäftige mich überhaupt nicht damit!

00:42:25: Also ich hab' nen Podcast Hauptsache Gesund Beschäftigung wie Gesundheit und das sind so relevante Informationen die ich über euch recherchierbar.

00:42:31: Dann gibt's auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit ne tolle Seite Prävention und Vorsorge nennt sie sich Und da geht es auch unter anderem um das Thema Männerkrankheiten und dann auch Krebs, dass ich mich einfach mal informieren kann.

00:42:44: Also ich finde schon wir unterhalten uns hier wenn Leser Hörer das jetzt hören, dass man dann auch gerne, wenn man seine eigene Gesundheit eben als Wichtigstes erachtet, dann auch mal sich informieren muss.

00:42:56: Ja

00:42:57: ist schon so höre ich das von dir gesundheitseingesucht Privatsache?

00:43:01: Gesundheit ist auch Privatsacher und das wird halt immer mehr Privatsachen sein.

00:43:06: einmal auch was Vorsorge angeht, ich will jetzt gar nicht Werbung für irgendwas machen.

00:43:10: Aber als ich da im Krankenhaus lag ... Ich hab ja gerade erzählt, ich habe nur die gesetzliche Krankenversicherung und hat mir auch nie Gedanken drüber gemacht, dass ich irgendwas anderes brauchen könnte.

00:43:22: Ja?

00:43:23: Ähm... Und erst wenn man ins Krankenhaus kommt, belegt man sich ... Moment mal!

00:43:31: Wer hat mich schwimmig in ein Einzelzimmer hält oder mit dem Chefarzt über dieses Thema sprechen könnte

00:43:36: tatsächlich?!

00:43:37: Ich hatte so viel Glück Dadurch, dass ich neunvierzig war zu dem Zeitpunkt der Diagnose.

00:43:42: Und man muss sagen Bauchspeichwirt Rüsenkrebs ist keine Krankheit für Neunvierzigjährige.

00:43:48: Gibt es?

00:43:48: Es gibt Einzelfälle!

00:43:50: Der jüngste Patient war mal zweiundviertzig.

00:43:52: Aber in der Regel ist das ... Männer sind im Durchschnitt über zwanziebzig Frauen um die dreiundsebzig.

00:43:58: Ja Das ist also das was es ist und Ich war so ein bisschen Patient null gerade hier in Datteln.

00:44:04: Für die war das was war.

00:44:05: wie kann das sein dass der neunvierzig ist und diese Krankheit hat, wurde also sehr bevorzugt behandelt tatsächlich.

00:44:12: Hab eine wahrscheinlich bessere Behandlung bekommen, als ich sie mit dieser kranken Kassenkarte normalerweise bekommen hätte bis hinterher hoch zu einem Einzelzimmer auf der Palliativstationen mit Schmerzanstellung und allem was nicht selbstverständlich ist an der Stelle Denn selbstverständliche wäre gewesen Mehrwertzimmer.

00:44:32: Und dann muss diese gesondert abregendbare Unterkunft, die muss einfach privat bezahlt.

00:44:36: Da müsste man normalerweise privat bezahlen?

00:44:37: So und wenn du sagst, du hast ja den Recht darauf, als gesetzlich versicherte der Wahlart soll ich behandeln, da gibt es ja auch einen Kostenlohn, sondern die müsste auch privaten.

00:44:47: Also ich würde mittlerweile, wenn ich dem jüngeren Björn was empfehlen würde – das ist gerade nach fünfunddreißig war, jetzt fällt's mir an – weil sich jemand empfehle würde ist, mach zu deiner Trackenversicherung eine private oben drauf Spar daran nicht, weil irgendwann kommst du ins Krankenhaus.

00:45:05: Irgendwann kommt der Punkt wo du irgendwo Hilfe brauchst.

00:45:09: Zahnersatz haben wir auch darüber gesprochen, auch da beispielsweise klingt ein bisschen wie Werbung ist.

00:45:15: aber ich möchte auch dafür werben.

00:45:17: tatsächlich weil das übersehen viele was dieses gar nicht mal so teure dem kostet bringt.

00:45:22: tatsächliches kostet nicht viel bringt aber was tatsächlich?

00:45:26: Da sind wir ja bei dem springende Punkt auch nur mal dieser Hemmschuh, du sagst jetzt gerade Werbung.

00:45:30: Andererseits geht es um deine Gesundheit und es geht auch für meine Gesundheit.

00:45:32: Genau!

00:45:33: Und wenn Du jetzt... und ich sehe das hier jetzt gerade, Ich habe am thirteenth Jahr noch meinen fünftigsten Geburtser gefeiert und habe den abgefeiert in dem Zustand, in dem gewiss... ich bin fünfzig geworden.

00:45:42: so was jetzt kommt ist doch Zubrot.

00:45:46: Keine Ahnung wie lange es dann dauert.

00:45:47: im Moment fühle ich mich gesund.

00:45:49: kann auch jemand sein weiß ich nicht.

00:45:52: Ich guck mal, was passiert so.

00:45:53: Darüber zu reden und darüber auch zu reden um Vorsorge oder für Erkennungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen finde ich jetzt keine brutale Werbung weil wir jetzt kein Produkt dahinter schalten oder sagen genau an nur heute ein Euro sixty darum geht es gar nicht.

00:46:06: Genau!

00:46:07: Es geht ja darum vielleicht nochmal auch deiner Botschaft den Sinn zu geben dass der eine oder andere das jetzt mitbekommt sagt

00:46:15: okay

00:46:16: ich kümmere mich einfach mal um meine eigene Gesundheit.

00:46:19: Genau das bist du.

00:46:21: Da müssen wir in Zukunft sowieso mehr drauflegen.

00:46:23: Ich nicht mehr so viel, weil die Zeit läuft ab.

00:46:26: Aber alle, die jetzt jung sind oder auch in unserem Alter um die fünfzig sind, da geht es noch ... mehr für die eigene Vorsorge zu tun.

00:46:36: Nicht nur Rente sondern auch Gesundheitsvorsorge.

00:46:41: Es wird in Zukunft nicht mehr alles von den Krankenkassen bezahlt werden können.

00:46:45: Das ist einfach so.

00:46:46: Die Kassen sind leer.

00:46:48: Man wird dort mehr zuzahlen müssen Aber das sollte man dann auch tun.

00:46:52: Das ist genau diese eine Nummer, wo man sich nicht darüber aufregen sollte sondern sagen okay jede Zuzahlung die ich privat leisten kann jedes Feature dass ich mir erholen kann.

00:47:01: überlege halt was brauche ich?

00:47:02: Was ist für mich wichtig?

00:47:04: Was könnte für mich Wichtig werden?

00:47:06: sei es Vorsorge einmal im Jahr Bildgebung zu machen CT MRT oder wenn ich ins Krankenhaus komme möchte ich da schön vernünftig behandelt werden?

00:47:17: und wie möchte Ich da behandelt werde?

00:47:19: Oder ein Thema, das mich alt auch betrifft ist.

00:47:22: Was is mit Geld?

00:47:23: Du bekommst erst mal von deinem Arbeitgeber Geld weiter.

00:47:27: Aber nur sechs Wochen!

00:47:29: Danach bekommste von deinm Arbeitgeberg kein Geld mehr.

00:47:33: Danachbekommst du kranken Geld und da sind nur noch siebzig Prozent deines Festgehaltes.

00:47:39: Nichts was du irgendwo extra nochmal verdient hast.

00:47:43: Ja... Das ist dann plötzlich ... Und dann musst du anfangen zu rechnen Ja du hast dir dein Leben ja aufgebaut, aufgrund einer bestimmten finanziellen Situation die du hast.

00:47:54: Und die fällt dann weg?

00:47:56: In meinem Fall ist sie ja seit Januar weg.

00:47:59: Das heißt mein Job.

00:48:00: ich bin zwar theoretisch noch angestellt aber ich bekomme nie wieder Geld von dieser Firma.

00:48:07: Weil Du eben im Krankengeld bezog bist der gesetzigen Krankenkasse?

00:48:11: Genau.

00:48:15: Dann wär's so in anderthalb Jahren, also achtzehn Nunate nach dem Ereignis dass du dann ausgesteuert wirst.

00:48:21: und da war es dann ein Anspruch wenn du einen Antrag stellst auf LVS-Loses Rente.

00:48:24: Genau!

00:48:25: Die auch nur ca.

00:48:26: fünfzig Prozent von deinem bisherigen.

00:48:28: Es wird immer weniger Alters... ...es wird immer weniger.

00:48:30: Das heißt das soziale Netz ist grundsätzlich gut?

00:48:34: Kann aber natürlich nicht im eins zu eins Ausgleich darstellen.

00:48:37: Es ist nicht endlos

00:48:38: Und es ist nicht Endlos Auch das is endlich.

00:48:42: Also sagst Du zurecht Und das finde ich jetzt gerade noch fasziniert, es fängt einfach mit der Gesundheit an.

00:48:48: Also du sagst ja zu Beginn wo wir uns enthalten haben.

00:48:51: im Oktober-September hast Du nochmal einen achtjährigen Anstellungsvertrag bekommen.

00:48:56: Das heißt die Zukunft für Dich wird deine Leidenschaft Für Radiomachen für Videos erstellen in NRW Den Nervösdommer zu filmen.

00:49:05: das war eigentlich geebnet.

00:49:07: Ja Weil du gesund bist

00:49:09: Ich war gesund und im Prinzip weil die Zukunft komplett ausgerechnet Genau.

00:49:14: Das heißt, all das was ich gemacht habe in einer neuen Wohnung zu ziehen einen neuen Dienstwagen zu bestellen ja also Luxus im Prinzip.

00:49:22: Ja Neuen Vertrag.

00:49:25: Es war für die nächsten acht bis zehn Jahre war alles gesichert So bis Weg bis zur Rente Alles weil man sich so ausrechnet.

00:49:33: und dann muss man sich plötzlich überlegen Moment das bricht alles zusammen das gibt es nicht mehr.

00:49:39: Nicht nur dass dein Leben endet auch finanziell die Zeit Dazwischen, sie ist nicht mehr da.

00:49:48: Du musst erst mal gucken, dass du das noch gestemmt bekommst was du dir vorher ausgerechnet hast.

00:49:54: Kann ich überhaupt nochmal alle Rechnungen bezahlen an der Stelle?

00:49:58: Ja und... Da macht man sich vorher keine Gedanken drüber.

00:50:02: auch da kann man aber auch vorsorgen tatsächlich.

00:50:04: Okay das blickt aber neben diesem Schicksalsschlag es ist ja kein Unverleihungs gewesen plötzlich auf den Körper sondern es ist eine schleichende Erkrankung wie dann leider Gottes In deinem Fall sehr, sehr

00:50:14: schön.

00:50:14: Aber wie ein Unfall kommt?

00:50:15: Die annossiziert wurde, wie ein Unfall-Ereignis ist.

00:50:17: Plötzlich unverhofft und fertig!

00:50:20: Und du musst auf einmal damit umgehen.

00:50:22: Einerseits sagst du, du bist reservierend genug... ...und beschäftigst dich mit der zielentscheidung und andererseits wird dir dann bewusst, oh Moment mal.

00:50:30: ich bin in einem System wo ich auch nochmal finanziell eingusen werde, um damit uns zu gucken.

00:50:36: Du hast das allerdings für Dich jetzt alles hintereinander.

00:50:39: Das ist alles geklärt klar.

00:50:40: Bist Dir dessen bewusst dass du?

00:50:43: Ich bin mir bewusst, dass ich sterbe.

00:50:45: Das bedeutet gegebenenfalls auch, dass diese Folge veröffentlicht wird und du bist gegebenenfall schon verstorben?

00:50:51: Und das kann es passieren!

00:50:53: Das ist mir jetzt gerade nochmal sehr bewusst geworden.

00:50:55: Ich unterhalte mich mit dir und wir wissen... ...dass wir uns in zwei Jahren nicht mehr unterhalten werden.

00:51:02: Das ist relativ sicher.

00:51:04: Das mache ich jetzt gerade sehr traurig.

00:51:06: allerdings stimme ich jetzt dieser Moment einfach so vor mit dir mich noch mal zu unterhalten.

00:51:12: Wenn du bei diesem Thema nochmal warst, aufs Leben zurückzuschauen oder jetzt darüber zu sprechen ... wir sagen das manchmal so leicht hin gibt im Leben einen Sinn.

00:51:24: Was ist denn die Sinnhaftigkeit?

00:51:26: Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

00:51:29: Weil

00:51:30: jeder von uns ist einfach komplett anders.

00:51:34: Manche finden ihren Sinn darin, Familie zu gründen und Kinder zu bekommen.

00:51:39: Super!

00:51:40: Okay.

00:51:41: Macht das?

00:51:43: Manche wollen Karriere machen und Vorstandsvorsitzende werden, ja macht das!

00:51:47: Oder du möchtest gerne für die Freiheit von irgendwas kämpfen.

00:51:52: Tu das.

00:51:53: Du möchtes Serien gucken, ja tu das.

00:51:55: Das ist... Da sind wir alle zu unterschiedlich.

00:51:59: da kann man auch niemandem etwas raten.

00:52:03: Es soll doch nichts Vorschreibendes sein.

00:52:05: es soll auf gar keinen Fall Verbot sein sagtest du hier auch wenn ich zurückblicke.

00:52:09: Ich würde jetzt keinem sagen guck keine Serien.

00:52:12: Sondern es ist eher etwas, du sagst das, lebe den Tag.

00:52:16: Lebe nicht, sei

00:52:17: glücklich, wenn's geht!

00:52:19: Alles was ein Glücklich macht.

00:52:21: Irgendwann das Haus zu finden?

00:52:24: Das

00:52:24: muss jeder selbst.

00:52:25: Es muss jeder Selbst.

00:52:26: Und da gibt natürlich auch Momente wo man sehr unglücklich ist und dann guck okay... Was kann das nächste sein, was mich wieder glücklich macht?

00:52:34: Was bringt mich wieder in die richtige Richtung?

00:52:37: Das musste ich ja jetzt quasi auch,

00:52:38: d.h.,

00:52:40: Ich war ja im Krankenhaus Und es gab ja noch eine winzige Chance für mich, durch diese Chemotherapie.

00:52:46: Die ich eigentlich gar nicht machen wollte.

00:52:48: Eigentlich hatte ich tatsächlich gesagt, nee okay Bauchspeicheldrüssen krebt, ich kenne die Statistiken lassen was.

00:52:58: Aber die Ärzte haben mich überzeugt dass noch eine winsige Chance besteht mit dieser Chemotherapien den Krebs zu verkleinern und eventuell zu operieren damit mehrere Jahre rauszuholen.

00:53:16: Die erste Chemotherapie hat mich komplett kaputt gemacht.

00:53:20: Wieder ins Krankenhaus, da war ich dann wieder der Meinung, ich will das auf keinen Fall mehr.

00:53:24: Das war auch der einzige Punkt wo ich wirklich mal richtig down war.

00:53:27: Das ist bei den ersten Chemotherapien, wo es mir richtig schlecht ging, wo ich nicht mehr laufen konnte und auch nicht mehr klar denken konnte.

00:53:35: tatsächlich, weil ich gesagt habe ne komm jetzt kann's auch zu Ende sein in dieser Stelle Der einzige Tiefpunkt, den ich hatte an der Stelle wirklich.

00:53:49: Hab aber trotzdem weitergemacht auch ein bisschen weil... ...ich ganz viele Unterstützung bekommen habe dadurch dass ich offen damit umgehe nicht nur von der Familie und von Freunden sondern auch von Arbeitskollegen.

00:54:03: Und da soll was ganz besonderes finde ich das die sich... Man muss ja immer Angst haben wenn man sowas sagt wie reagiert einen Arbeitgeber?

00:54:11: Wie reagieren Arbeitskullegen drauf?

00:54:13: Und da sollte man wirklich offen mit umgehen, denn ich habe so viel Zuspruch erhalten.

00:54:20: Soviel Mut... Die Berge, die er gemacht worden ist an der Stelle durchzuhalten.

00:54:26: Ich glaube, ich hätte die Chemotherapie abgebrochen wenn nicht von allen Seiten dann auch diese Unterstützung bekommen hätte.

00:54:36: Wir glauben an dich wir wollen dass du zurück kommst.

00:54:41: Und dann höre ich auch den Glauben daran, dass ich das vielleicht noch schaffen kann.

00:54:49: Wenn wir uns jetzt über die Schämer unterhalten also über die Möglichkeit Das wiederherzustellen ist ja... Also ich erstmal dafür zu entscheiden Ist ja schon mal ein Aspekt Bicker gegebenenfalls auch Risiken und es geht ja schon mit einer psychischen und auch körperlichen Belastung an.

00:55:05: hier Ja Das ist nicht verbindungscheuerpflichtig.

00:55:10: Also gab es da auch Momente fahrst du ja auch gerade an Wo du den Glauben verloren hast, wo du gesagt hast was mach ich eigentlich?

00:55:17: Ja die erste Chemotherapie.

00:55:18: Also nachdem es los ging tatsächlich ja.

00:55:20: Deshalb hat mich komplett umgehauen.

00:55:22: Ich hab nicht damit gerechnet dass es so hart wird Und ich musste auch wieder ins Krankenhaus eingeliefert werden zwangsernährt werden und das war echt So ein Moment wo ich gesagt habe Mir haben mich dann auch mit der Onkologien da getroffen hab gesagt ich mache hier nichts weiter und wenn nicht von außen Zuspruch gekommen wäre.

00:55:48: Dadurch, dass ich offen allen erzählt habe wie es mir geht und was ich mache, hätte ich wahrscheinlich abgebrochen an der Stelle.

00:55:56: Danach wurde es ein bisschen leichter die folgende Chemus.

00:55:59: aber das war nicht leicht.

00:56:00: Es war immer noch eine sehr harte Zeit.

00:56:02: viele Nebenwirkungen keine Frage Aber ich war immer positiv.

00:56:06: Ich hab mich dann in dem Moment gedacht okay, jetzt gibt's zwei Möglichkeiten ein weder sagt ihr am Ende dieser Chemotherapie sechs Zyklen jemand Okay, es hat nicht funktioniert Herr Reichardt.

00:56:19: Dann sind wir an dem Punkt wo wir jetzt auch sind.

00:56:22: oder es sagt jemand fifty-fifty Chance Wir können sie operieren.

00:56:28: was bedeutet Sie überleben Wissen nicht wie lange sie überleben aber sie überleben definitiv erst mal weil diese operation noch mit einem risiko verbunden ist.

00:56:39: Aber wenn alles läuft kann man's überleben an der stelle.

00:56:45: Man wird da keine achtzig oder neunzig.

00:56:47: aber man sagt beim bauch immer so Man guckt dann auf fünf Jahresabschnitte, die man dann schaffen kann.

00:56:54: Wenn man den im Frühstadium entdeckt oder noch operieren kann und diese Hoffnung hatte ich in der Weile Und meine Beschwerden, meine Rückenschmerzen wurden weniger.

00:57:06: Ich brauchte weniger Schmerzmittel.

00:57:08: also war ich der Meinung dass das funktioniert.

00:57:12: Vielleicht habe ich es mir auch nur eingeredet Psychologisch

00:57:16: Körpergeist.

00:57:17: und dann kam halt Ende Februar der Tag an dem ich da sitze Und?

00:57:23: Besser oder schlechter?

00:57:28: Das war jetzt vor kurz.

00:57:32: Es gibt wirklich keine Hoffnung mehr, das war der endgültige Punkt wo klar war du stirbst.

00:57:44: auch da war mir als ich da hoch ging zu diesem Gespräch klar Ich nehmt es einfach so hin wie's kommt.

00:57:53: Ich wusste Fifty-Fifty Wenns klappt ist gut wenns nicht klappt Ich dachte, ist das halt auch so.

00:57:59: Ich wusste wie ich dann weitermache mit jedem Tag... ...ich wusste dass ich da jetzt nicht wütend werde, ich wusste ich werde nicht anfangen zu weinen oder sonst irgendwas sondern ja okay dann frag mal wie lange du doch ungefähr hast und was kannst du mit der Zeit anstellen?

00:58:17: Wobei auch du nicht komplett frei bist von Emotionen.

00:58:23: Du sprichst es ja gerade an!

00:58:24: Es gibt denn reichartige Facette Wut Trauer, Angst, Sorge.

00:58:31: Das kann ja alles auf einen Ernst trüben?

00:58:33: Das kann alles passieren!

00:58:35: Aber ich hatte viel Zeit mich darauf vorzubereiten.

00:58:38: Im Gegensatz zur ersten Diagnose... ...hatte ich jetzt durch die sich hier immer viel Zeit um mich darauf fortzubereitern.. ..auf diese beiden Möglichkeiten.

00:58:49: Ich habe meinem Umfeld nur die eine gelassen.

00:58:51: Ich hab beim Umfeld immer nur die positive erzählt.

00:58:54: So nach dem Motto, ich glaube daran.. ..ich bin überzeugt davon dass es gut geht ... war ich nicht.

00:59:01: Ich wusste eigentlich ist die Chance, dass es nicht gut geht größer... Okay!

00:59:05: Ja weil ich mich ja medizinisch mit dem Bauchspeicherturisten Krebsmitade beschäftigt hatte und wusste das der im Prinzip unheilbar is'.

00:59:15: Wir haben damals als meine Tochter geboren wurde, das war Jahrzehnteinzehn, da hat sich sie angemeldet, weil du fragst gerade vom Einwettzimmer oder Verminezimmer, da saß nur sein Nachbarn auch an der Anmeldung und er war ja zu Tode betroffen.

00:59:34: Ich dachte, er sei da um mir jetzt so gratulieren.

00:59:36: also einem lieben wir gerade geschenkt und Der war fifty-fünf fünf Meter fünftig Und musste mehr in dem moment auch mitteilen dass er die wir auch nur seit Bosch bei den Grünen kriegst und der ist dann Leider Gottes ich meine inner von neun Monaten verstorben sind Ganz schrittlich und tragisch.

00:59:56: so eine situation wünscht man natürlich kein.

00:59:59: Wenn man da drin steckt, dann nutzt man natürlich noch mal die Möglichkeiten, die sich bieten.

01:00:05: Jetzt sagst du es so gerade nochmal einmal, Chemotherapie, Zwangsernährung, Schmerzmedikamente... Wie kann ich mir denn, wenn das vielleicht nochmal einmal explizit beleuchten würde?

01:00:18: Wie können wir eine Chemotherapiesitzung vorstellen?

01:00:21: Also ich habe da jetzt wirklich keine Ahnung von.

01:00:24: Also ich habe eine der schwersten Chemotherapien bekommen.

01:00:28: Die einzige, die hilft ist eine schwere, eine sogenannte Achtundvierzigstunden Chemo.

01:00:31: Das heißt, ich war zunächst in der ambulanten onkologischen Praxis für rund acht Stunden.

01:00:41: Das heisst man sieht es dann auf diesem Stuhl und bekommt acht Stunden lang über einen sogenannten Port, der einem vorher einoperiert wird, diverse Chemikalien gefüßt.

01:00:54: Jetzt könnte man sagen Medikamente, aber in Wirklichkeit ist es Gift.

01:00:59: Das heißt das wird einem Gift eingeflößt im verschiedensten Formen.

01:01:03: Dass dazu da ist, den Krebs abzulenken und Zellen abzubauen.

01:01:11: Ich habe wirklich dann acht Stunden gesessen, acht Stunden auf Schlüssigkeit, die mich reinbekommen.

01:01:16: Während dieser Zeit merkst du nicht viel davon.

01:01:19: mir war danach meist schlecht und schwindelig?

01:01:21: Das war's aber auch!

01:01:22: Und dann hab ich noch eine sogenannte Pumpe mitbekommen,

01:01:24: d.h.,

01:01:26: Die nächsten achtundvierzig Stunden habe ich zu Hause eine Art Dose gehabt, die dann weitere acht und vierzig Stunden lang eine Flüssigkeit langsam per Luftdruck auch in den Körper gepumpt hat.

01:01:40: Und das war das eigentliche Medikament.

01:01:42: Okay!

01:01:46: Das heißt man muss auch mal drauf achten schlägt es auch mit dem Ding damit erstellen.

01:01:49: Das ist relativ mobil.

01:01:50: jetzt kann man bei sich tragen weiß nicht wo die dann unten versteckt.

01:01:55: Und während dieser forty- acht Stunden merkst du von der Chemo noch nicht so viel.

01:01:59: Du merkst, wie es dir von jedem Tag auf den anderen immer ein bisschen schlechter geht.

01:02:04: Ja.

01:02:06: Der Geschmack wird schlechter.

01:02:07: Ich habe immer einen öligen metallischen Spackenmond gehabt und das hat nichts mehr geschmeckt.

01:02:11: Dann geht es los je nachdem, wie sehr es dich trifft, dass du dann vom Durchfallübelkeit meistens schwindel.

01:02:22: Ich konnte oft schlecht sehen, gar nicht mehr gucken.

01:02:25: Es sah aus als wenn irgendwie die Welt plötzlich in Pixel aufgelöst ist sozusagen.

01:02:29: Ja ich konnte auch kein Fernseher mehr gucken und man hat eine bleierne Müdigkeit.

01:02:34: Das heißt du schläfst normalerweise viel.

01:02:38: jetzt kann ich nicht gut schlafen, ich kann nur im Sitzen schlaven.

01:02:42: Ich kann nicht liegen weil ich an Schmerzen habe muss immer im Sitze schlaffen.

01:02:47: Und ja aber das ist im Prinzip chemo der geht's schlecht.

01:02:51: wo hast dann dauerhafte?

01:02:54: Stellt sie vor, wie eine dauerhafte Magen-Darmgrippe für ein paar Wochen.

01:02:57: Und in der Phase hast du Unterstützung?

01:03:00: Ja!

01:03:01: Also nicht nur Zuspruch, der überwältigend gewesen ist... ...sondern auch direkt Unterstützung.

01:03:06: Ja, Unterstützung und Unterstützung.

01:03:07: Wenn Du jetzt Betroffener bist, der Du ja bist, was wünscht man sich denn eigentlich im Umgang mit anderen oder von anderen Menschen?

01:03:18: Es gibt ja so diese Klassikersachen, wo ich bin krank, eher kannst du dich nie so anstellen Geht wieder weg, was von selbst kommt geht auch von selbst.

01:03:26: Gibt es irgendetwas wo du jetzt sagst?

01:03:30: Wie sollte man oder wie kann man...

01:03:32: Also mehr als Hilfe anbieten kann man nicht immer gut.

01:03:35: Wenn jemand sagt wenn du irgendwo Hilferbrei bei irgendwas brauchst rufen mich an hat das klar dann weiß man da ist jemand den ich zur Not in dem Punkt anrufen kann sei es eine Besorgung machen oder sonst irgendwas und ansonsten hoffe ich dass jemand so wie ich auch Eltern hat Verwandter der Freunde hat die einen dann in dieser Phase vielleicht auch aufnehmen und unterstützen.

01:03:57: Ich habe tatsächlich für ein paar Wochen im Kinderzimmer meiner Eltern gelebt, damit sie aufpassen konnten... ...und sich daran kümmern konnten, weil die Kamente vorzubereiten oder so was.

01:04:09: Weil sonst wäre es echt schwer gewesen.

01:04:10: Wenn jemand ganz alleine ist, kann ja Pflege bekommen.

01:04:15: Das ist schon etwas anderes als wenn irgendjemand, der einem nahesteht, unterstützen kann.

01:04:19: Also wichtig!

01:04:20: Du beschäftigst dich aber jetzt auch mit dem Ablehmjahr aktiv.

01:04:26: Du hast hier im Hospital schon angeschaut,

01:04:28: genau!

01:04:29: Da gibt es ja auch eine Unterstützung, Sterbibegleitung wie auch immer.

01:04:34: Ja, wie gehst du denn damit um?

01:04:38: Wie gehe ich da mit um?

01:04:40: Ich habe mir einfach an den... Es war genau in dem Moment als ich rauskam die fertige Diagnose hatte.

01:04:45: das war's letztens.

01:04:47: Ein Plan gemacht.

01:04:48: was muss ich dann noch erledigen?

01:04:50: Man muss sich so ein Plan machen.

01:04:51: Was kommt denn jetzt?

01:04:52: Was muss man dann machen?

01:04:54: Patientenverfügung, Vollmachten... Wie möchte ich denn sterben?

01:04:59: Möchte ich zu Hause sterben, möchte ich im Krankenhaus sterben?

01:05:04: oder wo kann ich sterben?

01:05:05: und hab mir dann überlegt das Beste ist glaube ich, es war meine Überlegung im Hospiz zu sterben weil die darauf spezialisiert sind.

01:05:13: Ich wollte um gern dem Krankenhaus Sterben Und ich wollte nicht wirklich meinen Verwandten, meinen Eltern antun im Bett zu sterben bis zum letzten.

01:05:24: Weil irgendwann kommt auch der Punkt, wo ich nicht mehr fit bin und wo jegliche Art von Pflege- und Betreuung sehr hart wird.

01:05:31: Und wo es dann irgendwie für die Umstehenden viel schwerer wird als für mich noch das zu ertragen.

01:05:39: Ich bewundere wie sehr sie es im Moment schaffen damit umzugehen vor allen Dingen meine Mutter.

01:05:45: Das ist extrem hart natürlich zu wissen wer so ein stirbt in nicht allzu ferner Zukunft.

01:05:54: Und dann habe ich über dich, wie möchte ich den sterben?

01:05:56: Doch die mir aus Piz ist eine gute Idee.

01:05:58: Guckst du dir an und bin hingefahren, hab es mir aufs Piz angeguckt, erklären lassen... ...und direkt meinen Aufnahmeantrag gemacht.

01:06:06: Sehr surrier!

01:06:06: Hallo Ich werde sterben.

01:06:08: Ich möchte mich hier gerne einschreiben zum Sterben.

01:06:11: Völlig surrierler Gedanke aber ich habe das behandelt wie jeden anderen Behördengang dem man an der Stelle machen muss.

01:06:17: was tu' ich so?

01:06:18: Jetzt brauche ich was vom Arzt.

01:06:19: Was brauchte noch ne Anunterlagen?

01:06:22: Dann kommst du jetzt Pajatief-Metzwerk, wo du dich einschreiben kannst oder dann auch entsprechende Hilfe bekommen kannst.

01:06:30: Ja.

01:06:31: Sehr wichtig sehr interessant!

01:06:33: Aber ich hab's ja einfach pragmatisch.

01:06:35: So was muss jetzt sein?

01:06:40: Das machst Du.

01:06:41: Das klingt sehr pragmatig.

01:06:42: So wie ich früher Papierkram gemacht habe, was musst Du jetzt noch erledigen?

01:06:46: Als wär' Du in Urlaub schwer ist, was muss ich denn vor meinem Urlaub noch

01:06:48: erlädigen?!

01:06:50: muss ich im Visa einholen oder was weiß ich, Reisepass beantragen und so weiter.

01:06:54: Und so habe ich das gemacht?

01:06:58: Ja und dieser letzte Urlaub in dem Sinne der wird halt jetzt ja unendlich.

01:07:05: Ich weiß nicht was kommt

01:07:06: Genau!

01:07:06: Das ist nur alle nicht.

01:07:08: Vielleicht hilft uns das zu leben und unserem Leben jeder für sich sagst

01:07:13: du

01:07:14: einen Sinn zu geben.

01:07:16: im Moment dazu genießen im Moment zu sein.

01:07:22: Ja bei aller natürlich Traurigkeit aber diesen Moment jetzt mit dir, dieses Gespräch mit dir tatsächlich genossen.

01:07:28: Weil da ganz viel dabei war was mir jetzt, was jetzt anfängt schon nachzukliegen.

01:07:32: worüber ich jetzt nachdenke.

01:07:34: Worüber ich gerade nachgedacht habe ist dann auch die letzte Ruhestätte.

01:07:39: Auch das ist eine Frage die dann irgendwann kommt wo man dann für die Surreal wenn man am Frühstückstisch zusammensitzt wie möchtest du denn eigentlich beerdigt werden?

01:07:52: Ja, die Frage

01:07:53: ist ja für dich oder ich?

01:07:55: Und dann überleg sie.

01:07:56: Aber wie möchte ich eigentlich... Möchte es verbrannt werden?

01:08:01: Möchtest du eine Stein haben?

01:08:03: Oder was auch immer!

01:08:05: So das ist schon ne spannende Frage aber....

01:08:08: Ja, wir beschäftigen uns gerade jetzt hier in diesem Konsum Wunderland Deutschland ganz viel mit.

01:08:13: Möchte ich wohnen?

01:08:14: Möcht ich auch ein zweites Auto haben noch eine Garage, doppelgarage elektrisches Voltor wie auch immer mit dem ganzen Kram Konsumpfähigkeit und genau diese limitaren Fragen im Prinzip ja was ist denn jetzt?

01:08:26: Ich dachte das war mein letzter Urstädte.

01:08:28: es ist jetzt ne Gruft Es ist ein Grab Es ist Im Kolumbarium.

01:08:33: Das habe ich hier in Datteln Ist es eine Urne die besucht werden kann?

01:08:38: Patientenverfügung sagst du zurecht, Testament gegeben falls er auch sehr notwendig ist hier in Deutschland.

01:08:47: Und wenn nur einer unserer Hörer jetzt in dem Falle sagt okay komm das hat bei mir auch Anklang gefunden und ich beschäftige mich einfach mit mir selbst dann denke ich es sind eine ganze Menge passiert.

01:08:57: Ich glaube jemand der Anfang zwanzig ist oder dreißig ist muss sich da noch nichts wegen Gedanken drüber wachen weil wir sind im Alter fünfzig und ich glaube dass jeder so abschönen wohnt schierzig obwohl das Schrück klingt Ja.

01:09:09: Zumindest schon mal neben dem Gedanken Rente auf das Thema Gesundheit, so ein bisschen mehr in einem Fokus beobachten sollte.

01:09:22: Ein bisschen vielmehr gegebenenfalls?

01:09:23: Bist du ja vielmeher, möchte ich noch mal... Ja, vielmeier!

01:09:25: Ein bisschen mehr Hinweise.

01:09:26: Definitiv.

01:09:27: Denn wir haben auch eine Verantwortung gegebenenfall und danach kommen gegenüber den Eltern nochmal gegenüber, Freunden gegenüber.

01:09:37: Familie Du hast Frau Kinder möglicherweise, dann hast du eine noch größere Verantwortung und die sollte man wahrnehmen an der Stelle.

01:09:47: Also ich bedanke mich auf jeden Fall erst mal für deinen Mut.

01:09:49: Ich finde das nervt dich so offen und ehrlich darüber zu sprechen.

01:09:53: wenn jemand Fragen hat Dann schreibt es gerne in die Kommentare rein oder kommt da mit mir in den Kontakt weil Björn... Du wirst ja demnächst nicht mehr dann persönlich zur Verfügung stehen.

01:10:07: Wie war das denn jetzt eigentlich für Dich?

01:10:11: Ich rede immer sehr gern darüber tatsächlich, ehrlich gesagt.

01:10:16: Möglicherweise erreiche ich damit ja auch irgendetwas.

01:10:18: Das heißt wenn sich jemand jetzt angesprochen fühlt und sagt okay, ich denke mal drüber nach bisschen mehr für meine Gesundheit zu tun oder Vorsorge zu betreiben ist das schonmal was wert?

01:10:30: Und... Ja!

01:10:32: Für mich ist es wichtig nicht zu verstecken.

01:10:34: Das ist mir immer das Wichtigste.

01:10:37: Dass jeder der mir sieht weiß ok Ja der ist krank, okay.

01:10:42: Der geht irgendwann.

01:10:44: aber bitte kein Mitleid nach dem Motto ich weiß jetzt gar nicht wie ich darauf reagieren soll.

01:10:48: einfach normal.

01:10:49: Jetzt habe ich immer allen gesagt reagiert einfach normal.

01:10:51: also ich sitze hier noch ja ich rede Ich hab ein paar Probleme gesundheitlich so ein paar Dinge die anders sind Aber ansonsten geht mit mir erst mal so um Wie früher auch.

01:11:05: Und der punkt wo ich nicht mehr kann der kommt halt noch irgendwann.

01:11:09: Wer kommt und bis dahin bitte nicht irgendwie Hier

01:11:13: in Sakun Aschekin.

01:11:14: Nein,

01:11:15: das muss auch nicht sein.

01:11:16: Ich darf aber trotzdem traurig sein oder?

01:11:18: Ein Stück weit.

01:11:19: Klar!

01:11:19: Das sind ja meine Emotionen.

01:11:23: Es ist für mich auch nicht sehr super leicht damit umzugehen und zu sagen Ja gut, da habe ich nochmal mit dir.

01:11:29: Apropos wenn ich jetzt dann in ein, zwei Monaten Femme im Wolfgang auch noch mal sprechen werde der hat dich ja auch unterstützt so sagt er mir auch Wie möchtest du denn in der Erinnerung sein?

01:11:43: Na ja, schwere Frage.

01:11:44: Ja.

01:11:46: Kann ich nicht sagen jeder behält mich so in Erinnerungen wie er mich kennengelernt hat.

01:11:52: also Das ist eine frage die kannst du nicht beantworten nach dem motto wie möchte man in erinnerung behalten werden?

01:12:01: Jeder hat von jemandem einen eindruck Und gewisse zeit mit dieser person erlebt und das sind Dinge die bleiben.

01:12:12: Das ist alles, was in der Vergangenheit war bis zu dem Punkt wo es aufhört.

01:12:17: Ist nicht weg und das ist der Eindruck der bestehen bleibt und den kann jeder von sich haben.

01:12:23: Und wenn da jemand dabei ist er sagt hey den fand ich toll aus bei weiß ich welchen gründen schön?

01:12:28: Wenn dann jemand dabei isst nach dem hotel konnte ich nie leiden ist auch okay.

01:12:32: Niemand muss Ja.

01:12:34: deswegen also die frage kann ich so nicht beantworten wer gibt's keine antwort darauf?

01:12:40: Ich finde du hast sie frage geantwortet wie ich finde.

01:12:45: Du hast uns Mir jetzt ganz klar gesagt, wenn man ja jemanden dann nicht mehr hat sich darum zu erinnern dass man irgendwann einen Moment mit dem zusammen hatte und das man über für diesen Moment glücklich sein soll.

01:13:01: Und das ist doch gut!

01:13:03: Wenn du das sehr pragmatisch siehst wenn ich das mal so sagen darf.

01:13:07: es ist aus meiner Sicht allerdings trotzdem vollgerichtig und sehr emotional nämlich zu überlegen.

01:13:14: Wir haben ja auch unsere Momente gehabt, während der Abi-Zeit oder jetzt vor Kurzem in Vorbereitung eines Treffens.

01:13:20: Jetzt haben wir noch mal diese Momente und ich muss dir ganz ehrlich sagen da werde ich sehr glücklich tour sein dass sich dieser Zeit mit ihr haben durfte.

01:13:31: Das freut mich!

01:13:32: Gibt es abschießen doch etwas was du uns mitteilen magst?

01:13:39: Zeig glücklich lebt euer Leben nach das Beste daraus egal wie lange es dauert.

01:13:48: Dann darf ich mich recht herzlich von dir verabschieden.

01:13:52: Das war mir eine große Freude, euch allen macht gut bis bald und Tschüss!

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